Samstag, 28. Januar 2017

[ZUWACHS] Wenn der Postbote klingelt...


Der Moment in dem man gerade vor dem Bücherregal steht und überlegt was man als nächstes lesen sollte und plötzlich der Postbote klingelt und überraschend Verlagsbuchpost bringt 😍😁😂... 
Nach öffnen des Päckchens kam "Rock my heart" von Jamie Shaw hervor.

Na dann werd ich doch gleich mal anfangen zu lesen... 

Ein Extra in Form eines Festivalbändchens gab es auch dazu, ich mag es wenn Verlage sich was einfallen lassen.

Danke blanvalet 😊

Samstag, 14. Januar 2017

[REZENSION] Daniel Bettridge "Die sieben Königslande von Westeros - ein Game of Thrones Reiseführer"


Daniel Bettridge
"Die sieben Königslande von Westeros
- Der Game of Thrones Reiseführer"
Verlag: Piper
Preis : 15,00 € (broschiert)
            12,99 € (e-Book)
Erscheinungstermin: 04. Oktober 2016

Welcher Game of Thrones Fan träumt nicht davon selber durch Westeros zu reisen ? 
Dieses Buch gibt einem zumindest gedanklich die Möglichkeit all die Länder zu bereisen und deren Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Eine interessante Buchidee, von der ich sofort begeistert war.

Was erwartet uns in dem Reiseführer ?
Zunächst einmal ist das Buch tatsächlich wie ein klassischer Reiseführer aufgebaut, die wir so kennen.
Wir haben alle großen Abschnitte der einzelnen Länder :
Der Norden, die Flusslande, die Eiseninseln, die Weite, das Grüne Tal von Arryn, die Westlande, die Kronlande, die Sturmlande, Dorne und Jenseits der Meerenge.

Zu jedem Teil gibt es eine kleine textliche Einleitung in dem das Land vorgestellt wird. Darauf folgt eine Auflistung der Highlights mit Seitenverweis.
Wir erfahren nützliches für die Reise, einheimische Sitten, die beste Reisezeit und ihre berühmten Einwohner.
Danach geht es ins Detail. Beispielsweise im Norden wird noch einmal in Winterfell oder die Mauer unterteilt. Da gibt es dann einzelne Abschnitte zu der Anreise aber auch den Gefahren, Schlafmöglichkeit (sprich Unterkünfte bis hin zu Winterfell selbst), Essen (Restaurants und typische empfohlene Speisen). Dann werden noch einmal genau alle Sehenswürdigkeiten vorgestellt zusammen mit einem Tourenvorschlag.

Wie man sieht ist das ganze tatsächlich wie ein typischer Reiseführer aufgebaut.
Für Game of Thrones Fans eine gelungene Ansammlung um die einzelnen. Länder genauer kennen zu lernen oder auch einiges Revue passieren zu lassen. An so manch einer Stelle wird man merken wie genau es recherchiert ist, auf wie viele Kleinigkeiten geachtet wurde, die einem sonst vllt nicht sofort aufgefallen sind.
Lustig sind auch viele kleine Anekdoten, die hier zusammen getragen wurden und das ganze noch erzählerisch ergänzen. Sei es ein paar historische Fakten oder Ereignisse wie Tyrion, dessen Reiseziel es war am Rand der Mauer zu stehen und dort herunter zu pinkeln.

Ein paar kleine Mankos gibt es allerdings auch, die aber nicht zu sehr ins Gewicht fallen, da der Unterhaltungswert dieses Buches einfach zu groß ist.
Zum einen gibt es aufgrund des Aufbaus in Einleitung, Übersicht mit Seitenverweisen und dann den Sehenswürdigkeiten im Detail immer wieder einmal doppelungen, die ein wenig schade sind. Vielleicht hätte man sich einen anderen Aufbau einfallen lassen können, damit es nicht zu allzu vielen Wiederholungen kommt und das Buch so teils unnötig gestreckt werden könnte.
Zum anderen fehlen eindeutig Abbildungen wie in einem richtigen Reiseführer. Ein paar Fotos oder Zeichnungen hätten da durchaus gut getan. Serie oder auch der Auto selber bieten da genug Möglichkeiten, und sollte es da rechtliche Fragen geben hätten es andere Skizzen sicherlich auch getan. Immerhin gibt es eine Gesamtkarte in dem Buch, so kann man sich immerhin orientieren.

Und zu guter letzt mag noch gesagt sein, dass das Buch vllt sicherheitshalber von Leuten gelesen sein sollte, die mit den Büchern oder der Serie (schätze mal mindestens Staffel 4) vertraut sind, damit es keine ungewollten Spoiler gibt. Eine der Gefahren oder Sehenswürdigkeiten erzählen nämlich eine bestimmte Geschichte.

Für Game of Thrones Fans also eine sehr interessante Ergänzung für das Fanuniversum, das es wert ist zu lesen und sich unterhalten zu lassen.
Danke an den Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar


 

[REZENSION] Paul Finch "Das Gespenst von Killingly Hall"


Paul Finch
"Das Gespenst von Killingly Hall"
Verlag: Piper
Preis: 9,00 € (Taschenbuch)
           8,99 € (e-Book)
Erscheinungstermin: 08. Oktober 2016

Dies ist eine Kurzgeschichten Sammlung von gruseligen Schauergeschichten, insgesamt 5 Stück sind darin enthalten.
Das Buch hat zwar den Zusatz "und andere weihnachtliche Schauergeschichten", allerdings finde ich, dass man diese durchaus auch zu anderen Jahreszeiten und nicht zwingend zur Weihnachtszeit lesen kann. Die Geschichten spielen nur zum Teil am Heiligabend, aber überwiegend in der Winterzeit und teils mit weihnachtlichen Bezug.

In "Die Weihnachtsgeschenke" geht es um ein Diebespaar, das in einer Wohnung in der sie einbrechen ein grausiges Weihnachtswunder erleben. 
Die Geschichte hat mir als Auftakt schon einmal gut gefallen, sehr schaurig.

In "Mitternachtsgottesdienst" geht es um einen Mann, der mit einem Bus aufgrund des Wetters auf dem Weg der Weihnachtsfeiertage zur Familie in einer Kleinstadt strandet und Unterschlupf in einem Gotteshaus findet. Als Gegenleistung für die Nacht in einem Bett wird er gebeten an dem Weihnachtstheaterstück für Waisenkinder teilzunehmen, dieses findet in der Mitternachtsmesse statt.
Ein wenig schwächer als die erste Geschichte, allerdings interessante Idee.

In "Das verzauberte Haus" strandet ein Vater mit seiner Tochter mitten im nirgendwo und kann bei dem Wetter nicht mehr weiterfahren. Sie klopfen an der Tür einer Dame, die Sie herzlich aufnimmt.
Eine eher schwache Geschichte, bei dem man den Grusel erst in den letzten Sätzen merkt. Allerdings eine interessante Wendung der Geschichte mit der man nicht gerechnet hat.

In "Die Mummenschanz-Spieler" veranstaltet ein Mann für seine Kollegen eine Weihnachtsfeier in einem Bekannten Gruselhaus. Er will sich rächen und um Mitternacht wenn die blutigen Mummenschanzspieler auftauchen seine verhassten Kollegen opfern.
Leider der schwächste Teil in diesem Buch. Hier habe ich mich so gar nicht gegruselt. Die Idee war aber in Ordnung.

In "Das Gespenst von Killingly Hall" werden zwei Agenten von einem Hollywoodstar engagiert, um auf seine Familie aufzupassen und einer angeblichen Gespenstergeschichte nachzugehen. In Killingly Hall, das der Hollywoodstar kürzlich erstanden hat, soll eine Gespenst umgehen, das Kinder frisst.
Dies ist mit über 100 Seiten im Gegensatz zu den anderen Kurzgeschichten (20-30 Seiten) die längste und somit interessanteste Geschichte, da sie mehr in die Tiefe gehen kann. Daher hat sie mir auch am besten gefallen. Da es in zwei Zeitebenen zusammen mit einer richtig klassischen Gruselgeschichte spielt, ist diese interessant aufgebaut. Der Gruselfaktor ist also vorhanden.

Die Geschichtensammlung mag natürlich nichts für eingefleischte Horrorfans sein, dazu sind die doch ein wenig schwach ausgeprägt. Aber alle die in der dunklen Jahreszeit einen leichten Gruselfaktor verspüren wollen mögen hier sicherlich gut bedient sein.
Für mich fehlte vor allem bei den kürzeren Geschichten noch ein wenig was zum gruseln ansonsten sehr gelungen - und wie gesagt nicht nur zur Weihnachtszeit, obwohl dies natürlich auch gerade dann eine willkommene Abwechslungen zu all den heiteren, romantischen und üblichen Weihnachts- und winterlektüren bietet.


Danke an den Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

[REZENSION] Andreas Eschbach "Teufelsgold"


Andreas Eschbach
"Teufelsgold"
Verlag: Lübbe
Preis: 22,90 € (gebunden)
           16,99 € (e-Book)
Erscheinungsdatum: 09.September 2016

Im Mittelalter suchten ehrgeizige Adelige und Alchemisten nach den Stein der Weisen um mit seiner Hilfe Gold selber herzustellen und die Unsterblichkeit zu erlangen. Doch der Stein bringt Unglück und Tod. Das Gold ist des Teufels und hat eine tödliche Strahlung.
Jahrhunderte später fällt Hendrik Busske in einem Antiquariat in Wien ein altes Buch über eben diese Geschichte in die Hände. Er nimmt es einfach mit und fortan lässt es ihn nicht mehr los. Sein eigener Ehrgeiz steigt und steigt, er macht sich selbständig mit seinen Vorträgen wie man reich wird und schließlich gelangt er an einen geheimnisvollen Schlossbesitzer, der wie er an dieser Geschichte interessiert ist. Die beiden schließen einen Pakt und Hendrik stößt auf immer mehr Teile der Geschichte und immer mehr seltsame Vorkommnisse...

Eine spannende Geschichte und guter Grundgedanke. Die Geschichte wird in der Gegenwart erzählt und immer wieder von den mittelalterlichen Parts, den diversen Geschichtsfetzen, die Hendrik findet oder zu lesen bekommt unterbrochen. Das ganze lässt den Leser an der Geschichte dran bleiben und immer weiterlesen, den man will wissen, was es mit den geheimnisvollen Mysterien auf sich hat und dem Stein der Weisen sowie der Unsterblichkeit....

Allerdings ist es auch das einzige, was einen an das Buch bindet. Ansonsten war ich nämlich extrem enttäuscht.
Vorallem aufgrund des Hauptcharakters Hendrik Busske... Ich hatte schon lange keinen Buchcharakter mehr, der mir so extrem unsympathisch war! Der Kerl geht fremd ohne Ende, ist sowas von eingebildet und auf sich fixiert, dass er nicht einmal merkt, wie es den Leuten um sich herum geht. Seiner Frau macht er Vorwürfe für eine Sache, für die sie nichts kann, unter der sie über all die Jahre gelitten hat und er der eigentlich dasselbe getan hat, Machtverhältnisse Vorwürfe, schreit sie an und schmeißt sie und die Tochter schließlich raus? Hallo ?! Dabei war seine Frau noch diejenige, die über all seine Fehltritte Bescheid wusste und darüber stillschweigend hinweg gesehen hat und ihm nie Vorwürfe gemacht hat (was das für ein Bild auf die Frau wirft, sei damit hier mal auch nicht weiter diskutiert, denn dass das ebenso nicht in Ordnung ist ist ja mal klar.)
Seinem Bruder benimmt er sich nicht anders gegenüber. Einerseits kotzt es ihn an und zieht darüber her, wie einsiedlerisch und eigenbrödlerisch sein Bruder doch ist, eintauschet Nerd, der hochintelligent ist und bei CERN arbeitet, ein klares Klischee also. Doch zeigt der Bruder mal Initiative und hilft ihm, dann kotzt es ihn an und ärgert sich tierisch, dass der sich doch in den Mittelpunkt stellen würde um den ganzen Ruhm einzuheimsen... 
Hauptsache Hendrik steht im Mittelpunkt von allem, ist erfolgreich und darf alles machen, aber andere nicht... Ich könnte kotzen...

Ich glaub ich könnte noch lange so weiterschreiben...
Allein die Grundidee hielt einen dann doch an das Buch, weil man wissen wollte wie es ausgeht, ansonsten hätte ich das ganze wohl sicherlich irgendwann aufgrund des Hauptcharakters an die Wand geklatscht.
Wunderschönes Cpver, das metallisch glänzt und wirklich ansprechend ist, aber ansonsten fast schon grausiger Inhalt, bei dem die Geschichte durch die Personen verdorben wird. Schade, ich weiß der Autor kann eigentlich mehr...
Ich kann dieses Buch nur bedingt weiterempfehlen.


Danke an Blogg dein Buch für dieses Buch.
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Schaut gerne auf deren Seite vorbei: www.bloggdeinbuch.de

Zum Verlag geht es hier entlang: www.luebbe.de
Bestellmöglichkeit: https://www.amazon.de/Teufelsgold-Thriller-Andreas-Eschbach/dp/378572568X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1472201119&sr=8-1&keywords=teufelsgold

[REZENSION] Ransom Riggs "Die Bibliothek der besonderen Kinder"


Ransom Riggs
"Die Bibliothek der besonderen Kinder"
Verlag: Knaur
Preis: 14,99 € (Taschenbuch)
            9,99 € (e-Book)
Erscheinungsdatum: 02. November 2016

Lange haben wir dem dritten und Finalen Band der Reihe um die besonderen Kinder entgegen gefiebert. Etwas mehr als 1,5 Jahre nach Übersetzung des zweiten Bandes, kam nun auch passend zur Verfilmung des ersten Teils das Finale endlich in die deutschen Buchläden.

Da es sich hier wie man daran erkennt um eine Fortsetzung handelt, möchte ich gar nicht soviel zum Inhalt erzählen, damit ich niemanden Spoiler.
Nur soviel: es geht um Jacob, der auf Kinder mit besonderen Fähigkeiten stößt, nachdem er die Geschichten seinen Großvaters immer für eben nur Geschichten abgetan hatte. Als sein Großvater stirbt und Jacob all die Geheimnisse hinter diesen Geschichten entdeckt, kommen er und seine neuen Freunde immer mehr in Größe Gefahr und müssen fliehen. Der dritte Band knüpft nahtlos an den zweiten Band an, der fieserweise mit einem Kliffhänger endete.

Wie gesagt waren 1,5 Jahre eine lange Zeit zwischen den Bänden, so dass ich mich ersteinmal wieder damit vertraut machen musste und vorallem nachschauen musste, was denn überhaupt in den Vorgängerteilen passiert ist,... Zum Glück gibt es aber auch am Anfang des Romans immer kleine Erläuterungen was im Band zuvor geschah, so dass es auch der Autor dem Leser ein wenig einfacher machte (wenn auch nicht komplett zumindest ein bisschen, aber wenigstens schien er zu wissen wie es den Lesern zwischen einzelnen Teilen ergeht).
Die Handlung ist durchweg spannend und man entdeckt immer wieder neues. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie der Autor es schafft alte Fotos - die natürlich auch hier wieder nicht fehlen durften - mit der Handlung des Buches zu verknüpfen. Es gibt natürlich immer ein paar wenige Bilder wo man denkt, okay das hätte man sich sparen können, aber all diese erstaunlich kurioses und vorallem historisch echten alten Fotos die der Autor und andere Sammler so gefunden haben, sind wirklich erstaunlich und machen immer wieder Spaß und das ganze Lesevergnügen immer wieder zu etwas besonderen. 
Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, das die gesamte Geschichte der besonderen Kinder über die drei Teile hinweg auch nur irgendwie in die Länge gezogen wurde. Es ist und bleibt von Anfang bis Ende einfach nur erstaunlich, magisch, mystisch und spannend.

Ein kleines Manko habe ich allerdings noch. Und das ist die Art der Ausgabe. Der erste Band erschien damals im Pan Verlag, noch in gebundener Form. Anschließend war ich froh, dass der Knaur Verlag diese wunderbare Geschichte fortführt. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube da wurde der erste Teil auch noch einmal im Taschenbuch heraus gebracht. Der zweite Teil war dann wieder in gebundener Form im Knaur Verlag erschienen. Passte also wunderbar zu meiner Pan-Ausgabe. Jetzt erschien der dritte Teil allerdings nur im Taschenbuch - zusammen mit den beiden anderen teilen die ebenfalls noch einmal im Taschenbuch zeitgleich erschienen. In meinem Regal passt es nun also nicht mehr zusammen, das finde ich sehr schade.

Abgesehen von dem kleinen Ausgabendesaster, ist das ganze aber eine wunderbare Geschichte, die ich nur empfehlen kann. Wer jetzt mit der Reihe startet und vorher nicht kannte hat zum Glück das Glück in einem durchlesen zu können und nicht lange auf die einzelnen Teile warten zu müssen.
Ich bin gespannt ob der Verlag auch das im englischen erschienene zusätzlich "Tales of the peculiar" also die Geschichten der besonderen, die ja auch in den Büchern eine Rolle spielen veröffentlichen wird. Ich würde es mir sehr wünschen !


Danke an den Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Freitag, 13. Januar 2017

[REZENSION] Dana Carpenter "Die Schattenschrift"


Dana Carpenter
"Die Schattenschrift" 
Verlag: Heyne
Preis: 14,99 € (broschiert)
           11,99 € (e-Book)
Erscheinungstermin: 08. August 2016

Das Mädchen, das keinen richtigen Namen hat und von allen nur "Maus" genannt wird, wächst in einem Kloster in Böhmen im 13. Jahrhundert auf.nsie weiß weder woher sie kommt, noch wohin sie gehen soll. Alles was sie kennt ist das Leben im Kloster, aufgenommen von einem freundlichen Abt, doch alle anderen scheinen sie zu meiden. Denn Maus verfügt über besondere Gaben, nicht nur dass sie es weiß Leute zu heilen, nein sie kann auch ganz andere Dinge sehen, die andere nicht sehen.
An einem schicksalhaften Tag rettet sie dem Jungen König Ottokar nach einem Unfall das Leben. Von nun an soll sie mit ihm ziehen und das Leben beider ist anscheinend von nun an miteinander auf schicksalhafte Weise verknüpft.

Die Geschichte ist kein rein historischer Roman sondern verbindet sich gleichzeitig fantastisch magische Elemente. Zusammen mit einer interessanten Geschichte schien das ganze auch vielversprechend.

Doch leider war ich nicht ganz so begeistert, wie ich es mir erhofft habe. Die Geschichte zieht sich ein wenig. 
Die Autorin scheint immer wieder abzuschweifen. Schon alleine der Anfang der Geschichte wird zu einer kleinen Geduldsprobe, wenn nach allem paar Absätzen die Erzählung durch lange Gedanken oder Rückblenden unterbrochen wird, so dass nicht nur Maus als Charakter immer wieder abschweift, sondern es auch schwer ist der Geschichte teilweise zu folgen. 
Die Autorin mag es gut gemeint haben, weil sie viel erzählen und erklären will, aber dadurch wirkt das Ganze leider teilweise sehr unstrukturiert.
Maus als Charakter ist einem ansonsten vollkommen sympathisch, man braucht nur eine weile - vllt auch wegen den Ausschweifungen- um sich in das Mädchen hinein zu versetzen und sich auch mit allen anderen (zahlreichen) Personen vertraut zu machen.

Ich habe ein wenig mehr von der Geschichte erwartet, die mich nicht wirklich zufrieden stellen konnte.
Leider nur 2 Punkte von mir.


Danke dem Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar

[REZENSION] Jens Lubbadeh "Unsterblich"


Jens Lubbadeh
"Unsterblich"
Verlag: Heyne
Preis: 14,99 € (broschiert)
           11,99 € (e-Book)
Erscheinungstermin: 11.Juli 2016

Die Welt im Jahre 2044 - Dank der Firma Immortal ist es den Menschen möglich mit Hilfe eines Implantates nach ihrem Tod als perfekte Kopie für immer weiterzuleben. Auch berühmte Verstorbene werdende wiederbelebt,  Stars und Politiker aus allen Bereichen. 
Benjamin Kari arbeitet im Versicherungswesen der Tochterfirma dieses großen Unternehmens. Er ist dafür zuständig, diese Kopien, sogenannte "Ewige" zu prüfen und freizugeben. 
Das System ist perfekt und fehlerlos - bis eines Tages die Ewige von Marlene Dietrich verschwindet. Würde sie entführt oder gar ermordet ? 
Kari wird auf den Fall angesetzt und findet schon bald immer mehr Unstimmigkeiten heraus und scheint geheime Machenschaften und ein Forschungsprojekt aufzudecken, das schließlich in einer wilden Jagd endet. 

"Unsterblich" hat mich zunächst einmal aufgrund des wahnsinnig gelungenen Covers als erstes im Buchladen angesprochen. Dies Story klang ebenso interessant und ich würde auch nicht enttäuscht.
Zu Anfang braucht man natürlich eine kleine weile, bis man sich in diese neue Sci-Fi-Welt eingedacht hat. Das erschreckende daran ist, dass das ganze gar nicht einmal so unwahrscheinlich ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es einmal zu virtuellen Wiederbelebungen kommen wird und dass ein uns implantierter Chip als unser Leben aufzeichnet nach dem wir wiederbelebt werden können.

Einzig die Form der Wiederbelebung, also der "Ewigen" wie sie in diesem Buch beschrieben sind, hätte ich mir ein wenig anders vorgestellt, als bloße Art von Hologrammen, die nicht berührt oder gefilmt werden können (außer mit speziellen Kameras) oder sich gar im Spiegel sehen können, aber ansonsten vollkommen das Bewusstsein ihres verstorbenen Ichs haben. Wenn ich mir vorstelle weiterleben zu können, aber meine Familie, meinen Partner nicht berühren und umarmen zu könne, wäre das doch recht traurig. Essen und trinken geht natürlich auch nicht.

Die Geschichte baut nach anfänglicher Einleitung, durch die man dann auch schnell in die ganze Welt sich einfindet immer mehr an Spannung auf. Die Lage spitzt sich zu, es kommen Ereignisse und Wendungen mit denen man nicht rechnet und man will einfach nur noch weiterlesen. Bis zur großen Enthüllung und zum Knall, doch dahin ist ein steiniger und gewaltsamer Weg der viele Überraschungen für Kari und den Leser parat hat. Am Ende hätte ich mir allerdings auch nochmal etwas mehr gewünscht...

Alles in allem ein grandioser Sci-Fi-Roman, der nicht nur Fans dieses Genres begeistern wird. Ich selber lese wenig Scifi, finde aber in letzter Zeit immer mal wieder gefallen an einigen Romanen dieses Genres und habe dies hierin durchaus gefunden.

Eine Leseempfehlung von mir ! Schaut unbedingt mal rein.


Vielen Dank an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

[REZENSION] Alberto Angela "Pompeji - Die größte Tragödie der Antike"



Alberto Angela
Pompeji - Die größte Tragödie der Antike
Verlag: Goldmann
Preis : 26,00€ (gebunden)
            19,99 € (e-Book)
Erscheinungstermin: 28.November 2016

Von der Geschichte von Pompeji hat sicherlich schon jeder von uns gehört. Eine Stadt aus der Antike, die nach dem Ausbruch des Vesuvs am 23. Oktober 79 n.Chr. unter Vulkan- und Lavamassen begraben wurde. Tausende von Menschen fanden dabei den Tod. Die untergegangene Stadt wurde fast 2000 Jahre später erst wieder entdeckt und die Ausgrabungen laufen noch bis heute. Gipsabdrücke von Menschen im Moment ihres Todes, Straßen und Gassen, die Stadt wird Stück für Stück freigelegt und erzählt uns eindrucksvoll ihre Geschichte.

Doch was passierte damals am tragischen Tag genau ? Wie lebten die Menschen damals ? Was mögen sie kurz vor und in ihren letzten Stunden des Lebens gefühlt und erlebt haben ?

Alberto Angelo verbindet in diesem Buch geschickt wissenschaftliche Fakten verbunden mit einem romanartigen Charakter. Dadurch ist das ganze kein dröges langatmiges Sachbuch, sondern lässt sich sehr spannend und mitreißend lesen. 

Alberto Angelo nimmt und mit auf eine Reise durch Pompeji und die Nachbarorte. Anhand von diversen (tatsächlich nachweislich existenten Persönlichkeiten) aus den den Städten beschreibt er das Leben in Pompeji an Tag vor dem Ausbruch bis hin zum Ausbruch und danach. Er nimmt uns regelrecht an die Hand, schreibt in Form von einem "wir", zieht mit uns durch die Straßen und Häuser. Dadurch erleben wir einen ganz alltäglichen Alltag der in der Tragödie endete.
Daneben haben wir die wissenschaftlichen Und historischen Fakten. Historische Funde wie Goldmünzen oder andere Gegenstände werden in die Geschichte mit eingewebt, wir erfahren was wem gehörte. Die verschiedenen Häuser werden dargestellt, die Bauweise, die Malereien, die Sitten und Bräuche. Sklaven, hohe Persönlichkeiten, Bäcker und andere Bewohner. Die "Graffitis", die noch heute erkennbar sind. Und was vorallem beeindruckend war, der Ausbruch selber. Die verschiedenen Phasen werden eindrucksvoll beschrieben und erklärt. Man hat das Gefühl mittendrin zu sein und sich doch außen vor das ganze von der sachlichen Perspektive zu betrachten. 
Sehr gelungen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Genau so beeindruckend wie das Cover ist auch der Bildteil im inneren, bei dem wir nicht nur Fotos aus Pompeji sehen, Menschen und Straßen, sondern auch rekonstruierte Grafiken von z.B. dem inneren der Gebäude.

Das Buch hat sicherlich einen stolzen Preis, der aber alle mal sein Geld wert ist.
Für Historiker aber auch alle Geschichte-interessierten Menschen sehr interessant mehr zu erfahren und tiefer einzutauchen. Das ganze auf eine spannende und zugleich Wissensvermittelte Art und Weise. Ich werde mich definitiv noch nach weiteren Büchern des Autors umsehen.


Vielen Dank an den Goldmann Verlag für dieses außergewöhnliche Rezensionsexemplar !