Sonntag, 2. Juli 2017

[REZENSION] Arthur Phillipp "Die Dunkelmagierin"


Arthur Philipp
"Die Dunkelmagierin"
Preis: 14,99 € (broschiert)
           11,99 € (e-Book)
Verlag: blanvalet
Erscheinungstermin: 20. Februar 2017

"Eine junge Magierin, ein uralter düsterer Orden, eine fast vergessene Prophezeiung"
So klingt schon der vielversprechende erste Satz der Beschreibung.

Die junge Feja hat ein großes Talent für Magie, um diese nutzen zu können wird sie die Schule der grauen Magier besuchen. Doch schnell wird es mehr als ein bloßer Schulbesuch, und andere scheinen ihre Macht nutzen zu wollen und sehe sie sich versieht steht sie da als begehrter Spielball der Mächtigen, die ihre alten Mächte wieder erlangen wollen... Doch auch eine weitere Partei ist im Spiel und auch sie wollen Fejas Kräfte... Feja muss schnell lernen um zu überlegen, lernen ihre Kräfte zu nutzen und einzusetzen 

Das Buch klingt im ersten Moment wie eine magische Schulgeschichte aus dem Jugendbuchbereich, ist aber wirklich eher im Fantasy, vllt auch leicht im high Fantasy Bereich anzusiedeln. Zumindest ist die Story erwachsener, was schon einmal gut ist.

Allerdings würde ich mit der Geschichte nicht spontane warm. Was vielleicht vor allem an den vielen Personen und Wesen liegen, die schwer zu erfassen und somit der Geschichte zu folgen ist. Selbst als geübter Game of Thrones Leser, viel es mir da doch etwas schwer. Da war man schnell wieder damit beschäftigt zu überlegen wer wer war und was nochmal passiert war. 
Feja als Hauptcharakter war einem allerdings sympathisch, auch wenn ihre Handlungen vielleicht nicht immer nachvollziehbar sind. Aber das kann bei vielen Charakteren der Fall sein und unterstreicht ja mehr die Handlung. 

Das Buch ist allerdings kein Erstlingswerk, wie erst von mir gedacht.
Der Autor selber ist kein Neuling in der Fantasyszene, bei "Arthur Pillipp" handelt es sich um ein Pseudonym eines bekannten deutschen Autors, so der Klappentext. Tatsächlich scheint es mit einer kurzen Suche im www schnell klar zu sein, wer es sein könnt, ob ich richtig liege weiß ich nicht, wenn ja, dann hab ich allerdings auch noch keins seiner anderen Werke gelesen. Ein Pseudonym find von nicht unbedingt sinnvoll, allerdings scheint es sich von seinen anderen Romanen ein wenig abzusetzen, was den Schritt eventuell erklären könnte.

Der zweite Teil steht schon bald in den Startlöchern. Das Cover hat eine andere Farbe, ist aber ansonsten genauso schön gestaltet. Momentan bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich weiterlesen soll. Die Geschichte hat nich mehr zu bieten und sicherlich noch Potential. Mal schauen, wenn es soweit ist und ich es im Buchladen in der Hand halten kann...


Vielen Dank an den blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar

[REZENSION] Libby Weaver "Das Rushing Woman Syndrom"


Libby Weaver
"Das Rushing Woman Syndrom
- Was Dauerstress unserer Gesundheit antut"
Preis: 19,99 € (Taschenbuch)
           15,99 € (e-Book)
Verlag: Trias
Erscheinungstermin: 26. April 2017

In der heutigen Gesellschaft hat sicherlich jeder Mensch Stress ohne Ende. Dass das auf Dauer nicht gut für den Körper ist und einiges anrichten kann, versteht sich von selbst. Doch was genau richtig es dem Körper an, ohne "nur" ausgelaugt zu sein oder schlimmstenfalls sogar ein Burn Out droht ?
Das sich dabei der Stress bei Frauen noch einmal vom Stress der Männer unterscheidet, kann man in manchen Bereichen erahnen (Verspätung der Periode oder dergleichen), doch wollte ich einmal tiefer schauen, da ich ebenfalls ein sehr stressigen beruf habe, und dachte mir nach vielen Loben auf dieses Buch, dass dies dafür doch die richtige Lektüre wäre.

Im Großen und Ganzen ist das Bich gut in einzelne Abschnitte aufgeteilt. Die Kapitel sind nicht zu lang und wenigstens nicht zu sehr fachtechnisch, so dass wirklich jeder Leser versteht, was gemeint ist. 
Einzelne Abschnitte waren gut, manchmal hätte ich mir trotz der Kürze aber auch noch mehr Tiefgang gewünscht.
Andere Abschnitte, wie die Funktionen der Schilddrüse, von denen ich mich weniger betroffen fühlte, waren dann für mich (verständlicherweise) eher uninteressant. Aber das ist normal dass einen nicht alles (zum Glück) betrifft, dafür aber gut, wenn ein Ratgeber alles abdeckt.

Die australische Autorin ist bekannt (so gibt es auch Lohmeyer einiger Holywoodstars am Beginn des Buches) und blickt auf eine lange Berufserfahrung zurück, so wirft sie immer wieder Beispiele von Geschichten ihrer Patientinnen ein. Störend und unpassend fand ich da eher Auszüge aus alten Fachzeitschrift Beiträgen, die sie geschrieben hat und hier in dem Buch mit einbaut. Die waren mir eindeutig Zuviel und ich fand es wirklich nicht immer unbedingt passend sinnvoll. Sie wird sich aber schon etwas dabei gedacht haben...

Im Großen und ganzen ein netter Rundum Einblick, der einen verstehen lässt, was in seinem Körper so alles passiert oder passieren kann, zusammen mit einigen Tipps, wie man Stress vermeiden oder abfangen kann. Muss man nicht unbedingt gelesen haben, aber ich finde es dennoch interessant zu wissen. Der Preis mag ein wenig hoch sein, in Endeffekt handelt es sich aber um ein Sachbuch, die bekanntermaßen aber auch teurer sind.

Wie gesagt noch ein wenig mehr hatte ich erwartet, bietet aber eine gute Grundlage, die dazu noch sehr verständlich geschrieben und aufgemacht ist und durchaus für eine rushing Woman in unserer Zeit interessant zu lesen ist. Ob man bereits eine rushing Woman ist oder auf dem besten Weg dahin ist, verrät einem der Test am Anfang des Buches. Selbst wenn man demnach keine rushing woanders ist, so sollte man aber dennoch das Buch weiterlesen.





Freitag, 23. Juni 2017

[REZENSION] Sylvain Neuvel "Giants - Zorn der Götter"


Sylvain Neuvel

„Giants – Zorn der Götter (Band 2)“

Verlag: Heyne

Preis: 14,99 € (broschiert)

            11,99 € (e-book)

Erscheinungstermin: 09. Mai 2017

 

Nachdem im ersten Band die Wissenschaftler um Dr. Rose Franklin die einzelnen Teile eines riesigen galaktischen Roboters zusammengesetzt hatten und gelernt hatten diesen zu verstehen und zu bewegen oder gar einzusetzen, knüpft der nun zweite Band direkt an die Geschehnisse an und verspricht noch spannender zu werden.

 

Während Dr. Rose Franklin noch ganz andere privat Probleme beschäftigen, landet nämlich ein zweiter Roboter plötzlich mitten in London. Dieser ist im Gegensatz zu dem zusammengesetzten eigenen Roboter auf der Erde männlich und viel größer.

Schon bald nehmen die Geschehnisse ihren Lauf und immer mehr Roboter landen plötzlich auf der Erde und werden zur tödlichen Bedrohung!

… mehr sollte man vorab gar nicht über die Geschichte wissen. Und mehr steht auch nicht auf dem Klappentext.

 

Was wollen sie hier ? Wer sitzt in diesen Robotern ? Und kann das Rätsel um den auf der Erde in Einzelteilen zerlegte Roboter endlich geklärt werden ?

 

Ich wiederhole mich sicherlich zum ersten Band, aber dafür dass ich eigentlich sonst kein Science-Fiction Leser bin, hatte mich die Geschichte an sich sehr fasziniert und vor allem schnell in den Bann gezogen.

Teil 2 jetzt sogar noch mehr als Teil 1 – denn die Spannung die eh schon im ersten Teil herrschte, hat nun extrem zugenommen, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und die über 500 Seiten im Nu weggesuchtet wurden.

 

Weiterhin auffallend ist der ungewohnte Schreibstil, der in einzelnen Aktenauszügen, Berichte, Interviewprotokolle und dergleichen aufgezeichnet wurde. Doch daran hat an sich schnell wie auch schon beim ersten Teil gewöhnt. Der Spannung gibt das ganze keinen Abbruch – ich könnte aber auch verstehen, wenn einige nicht damit zurechtkommen. Eine persönliche Bindung zu den Charakteren konnte man sich dennoch aufbauen, meiner Meinung nach ist das ganze sehr gelungen und passt wirklich zur ganzen Geschichte.

 

Einige Geheimnisse werden ein stückchenweit gelüftet, andere bleiben noch immer verborgen und nicht ganz geklärt.

Auch dieser Band endet mit einem Cliffhanger – wenn ich es richtig mitbekommen habe, handelt es sich bei der Giants-Reihe mindestens um eine Trilogie (wobei ich auch nicht gegen mehr Bände abgeneigt wäre), genug scheint es zu lösen und erzählen zu geben.

Bedenkt man das ein zweiter Band oft ein wenig schwächer ist, als sein Vorgänger und Nachfolger, so trifft dies keinesfalls auf diesen Band zu. Ich bin wahnsinnig gespannt, wie die Geschichte weitergeht und kann es kaum erwarten, dass der nächste Band erscheint. (Leider ist dazu noch nichts in Sicht – auch im Original).

 

Eine grandiose Reihe, die man als Sci-Fi- und auch als Nicht-Sci-Fi-Fan gelesen haben sollte.

Alle Daumen hoch und eine riesengroße Leseempfehlung von mir !



Danke an den Heyne-Verlag für dieses Rezensionsexemplar !

[REZENSION] Kendare Blake "Der schwarze Thron I - Die Schwestern"


Kendare Blake

„Der schwarze Thron 1 – Die Schwestern“

Verlag: penhaligon

Preis:  14,99 € (broschiert)

                9,99€ (e-book)

Erscheinungstermin: 09. Mai 2017

 

Die Drillinge Mirabella, Katherine und Arsione wurden als Kinder voneinander getrennt um je ihrer Gabe entsprechend bei den entsprechenden Familien aufzuwachsen und groß gezogen zu werden. Denn an ihrem 18. Geburtstag wird nur eine von Ihnen den Thron besteigen. Wie es Brauch ist im Inselreich Fennbirn werden Sie ab dem Tage um Ihr Anrecht auf den Thron gegeneinander kämpfen – und nur eine kann überleben und geht als Siegerin hervor.

Mirabella beherrscht die Elemente Feuer, Wasser, Feuer und Erde. Sie scheint die Stärkste der Drei zu sein, wenn es nach der Ansicht der Priesterin und der Beliebtheit des Volkes geht. Katherine ist bei den Giftmischern aufgewachsen, sie beherrst das Mixen von Giften, scheint aber ansonsten eher weniger Gifte zu vertragen als andere Giftmischer vor ihr, daher wird sie als schwach angesehen. Arsinoe ist ein ganz liebes Mädchen und bei den Naturbegabten untergekommen. Doch bei ihr scheint sich die Gabe noch gar nicht gezeigt zu haben. Jeder Naturbegabte hat ein seelenverwandtes Tier an seiner Seite, Arsinoes hat sich jedoch noch nicht gezeigt und der Tag an dem sie mit ihren Schwestern auf Leben und Tod kämpfen wird, rückt immer näher… Was passiert, wenn die drei Schwestern sich nach so langer Zeit wieder sehen und gegeneinander antreten werden ? Denn  nur eine kann überleben…

 

Das Buch wurde vorab schon in Amerika extrem gehyped und gelobt – die deutsche Übersetzung ist nun endlich da und wir müssen zum Glück auch nicht so lange auf den zweiten Teil warten, der schließlich dann schon im August erscheinen wird.

Aufgrund des Hypes waren die Erwartungen schließlich sehr groß !

 

Die Idee drei Schwestern, Drillinge, in jeder Generation gegeneinander bis auf den Tod kämpfen zu lassen, bildet schon einmal eine spannende Grundlage.

Jetzt im ersten Band wurde diese Spannung allerdings noch nicht komplett ausgeschöpft, da wir die erste Hälfte des Buches damit verbringen die drei Schwestern jeweils für sich vorzustellen und sie und ihre Gaben kennenzulernen.

 

Die Gaben und die damit verbundenen Familienhierarchien sind verständlich und gut dargestellt. Ein wenig kommt mir dabei nur das Große und Ganze noch ein wenig zu kurz. Wir wissen zwar, dass es in jeder Generation Drillingsschwestern gibt und diese sich bekämpfen  müssen, wobei aber nicht so ganz klar ist, wie lange sie eigentlich dann regieren, bevor sie ihre eigenen Kinder gebären. Zumindest scheinen die jeweiligen Familienclans der jeweiligen Königin nach dem Tod einer Königin die Regierungsgeschäfte weiter zu führen. In diesem Fall sind derzeit seit mehreren Generationen die Giftmischer an der Macht.

Wenn ich mir vorstelle, dass es selbstverständlich zu sein scheint die eigenen Schwestern irgendwann zu töten und eigentlich keiner groß Skrupel hat, ist das aber auch nicht nur spannend, sondern irgendwie auch erschreckend für die Gesellschaft – kein Wunder wenn auch keine anderen Skrupel hinsichtlich von Intrigen herrschen können…

 

Erst gegen Mitte des Buches tauchen dann die ersten Intrigen auf. Wie in allen Königshäusern wollen sie ihre Königin auf dem Thron sehen – und damit auch selber herrschen. Dabei scheint jedes Mittel recht zu sein… und noch so einige andere spannende Überraschungen und Wendungen kommen auf dem Leser zu.

 

Leider scheint kaum eine Geschichte ohne eine Liebesgeschichte auszukommen… Hier in diesem Buch fand ich sie bisher ein wenig überflüssig und zu verstrickt, so dass ich bisher noch keinen Sinn darin gesehen habe, aber vielleicht kommt das noch im nächsten Band. 

 

Den ganz großen Hype um das Buch konnte ich bisher leider noch nicht verstehen, vielleicht bin ich deswegen auch mit zu großen Erwartungen an das Buch heran gegangen. Allerdings klingt das jetzt schlimmer als es ist. Eine Geschichte mit drei Hauptcharakteren braucht ihre Zeit um in Gang zu kommen und ihre Protagonisten richtig vorzustellen, das hat dieses Buch sehr gut getan und auch die Idee dahinter konnte mich begeistern und die Spannung gegen Ende hat immer weiter so sehr zugenommen, dass man den nächsten Band kaum erwarten kann.

Mir hat das Buch an sich gut gefallen, auch wenn es (noch) kein Highlight ist, was der nächste Band aber durchaus hervorbringen kann… Wir müssen ja zu Glück nicht mehr so lange warten!

 

Eine Leseepfehlung von mir – vorallem für Fantasyfans, die Intrigen lieben.



Danke an den Penhalihon-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Sonntag, 23. April 2017

[REZENSION] Colleen Hoover "Nächstes Jahr am selben Tag"


Colleen Hoover
"Nächstes Jahr am selben Tag"
Verlag: dtv
Erscheinungstermin: 10. März 2017
Preis: 14,95 € (broschiert)
           11,99 € (ebook)

Ben und Fallon sind achtzehn als sie sich am 9.November in einer Bar in Los Angeles kennenlernen. Die beiden sind sich sofort sympathisch, es könnte viel mehr aus ihnen werden. Doch es ist auch derselbe Abend an dem Fallon nach New York zieht... Einer Lebenseinstellung folgend, beschließen die beiden sich in den kommenden Jahren immer am 9. November zu sehen, dazwischen keinen Kontakt zu haben... Um zu sehen was aus ihnen wird... und die Jahre halten so einiges für die beiden bereit...

Schon lange vor der deutschen Übersetzung, wurde dieses Buch im Original schon wahnsinnig gelobt... Daher wartete ich sehnsüchtig auf die deutsche Eracheinung, als bekannt wurde, dass es endlich auch übersetzt wurde.
Colleen Hoovers Romane sind bekannt für viel Herz und Gefühl - im Guten wie in schlechten - daher brauchte ich dann beim erhält des Buches doch noch ein bisschen, obwohl ich so wahnsinnig gespannt war, bis ich in der richtigen Stimmung für dieses Buch war.
Ich habe wirklich sehr großes davon erwartet - und dieses Buch hat mich wirklich gar nicht enttäuscht ! Es hat meine Erwartungen, die wirklich schon sehr hoch gesteckt waren noch übertroffen.
Ich glaube ich habe schon lange nicht mehr bei einem Bich so viel rotz und Wasser geheult. Sowohl aufgrund der glücklichen Momente im Buch, als auch der schlechten (wie gesagt bei Coollen Hoover erwartet man die), das Buch kann einen zerstören und gleichzeitig glücklich machen und einen dadurch gedanklich so schnell nicht wieder los lassen.

Die Inhaltsbeschreibung auf dem Klappentext ist sehr kurz und vage gehalten und auch ich habe absichtlich nichts weiter aufgeführt... Man muss sich wirklich von dieser Geschichte überraschen und hineinziehen lassen ohne groß irgendetwas zu kennen.

Vielleicht kommt einem unweigerlich "zwei an einem Tag" mit einem ähnlichen Konzept in den Kopf. Wer dieses Buch/Film möchte wird auch hier seine Freude haben - doch sei unbedingt gesagt, dass es hier aber auch komplett anders ist und man wirklich eine ganz andere Art von Geschichte vorfindet, die einen noch mehr mitnimmt (lustigerweise erwähnen die Charaktere im Buch auch die Parallelen zu ihrer Geschichte) - doch was sie alles erwartete wird, 5 Jahre sind eine lange Zeit kann man nicht erahnen und dabei wirkt es keineswegs aufgesetzt. Das pure reale Leben. Und das ist es, was einen so mitnimmt.

Ein wahnsinnig gutes Buch, das man einfach nur weiterempfehlen kann. Und das schon jetzt zu meinen Jahreshighlight zählt.
Einen so tollen Liebesroman hab ich schon lange nicht mehr gelesen. Ein Buch was einen komplett mitnimmt.
Selbst wenn man Colleen Hoovers Bücher kennt und liebt, wage ich zu behaupten, dass das einer ihrer besten Bücher ist.


Vielen Dank an den dtv Verlag für dieses Rezensionsexemplar 

[REZENSION] Antonia Neumayer "Selkie"


Antonia Neumayer
"Selkie"
Verlag: Heyne
Erscheinungstermin: 10. April 2017
Preis: 12,99€ (broschiert)
            9,99€ (eBook)

Kate ist siebzehn und lebt mit ihrem Vater und Bruder ihr ganzes Leben lang schon auf der kleinen Orkneyinseln im Norden Schottlands. Sie und ihr Bruder verdauen sich alles an. Ihr Vater ist leider dem Alkohol immer mehr verfallen, seit ihre Mutter die Familie verlassen hat.
Eines Tages stehen drei Männer plötzlich auf der Insel, in seltsamen Uniformen und wollen ihren Bruder Gabriel mitnehmen. Das ist das erste mal, dass er seiner Schwester nichts erzählt hat, auch sein Verhalten in letzter Zeit war seltsam, und obwohl er nicht erfreut zu sein scheint, geht er mit diesen Männern. 
Kate hat Angst um ihren Bruder und will ihm helfen, daher schleicht sie sich aufs Schiff nur um von einem anderen Fremden entdeckt zu werden und plötzlich mit ihm vom Schiff fliehen zu müssen, da auf sie geschossen wird...
... Kate ist fest entschlossen ihren Bruder zu retten.

Die Geschichte fängt auf den ersten Seiten vielleicht ein wenig holprig an, man merkt dass der Einstieg in die Geschichte ein wenig konstruiert ist, aber nach weniger 40 Seiten etwa hat sich das auch schon gelegt. Sobald sich Kate auf dem Schiff befindet und die Ereignisse ihren Lauf nehmen, fliegen die Seiten nur dahin. Das Buch scheint trotz seiner knapp über 500 Seiten keine Längen zu haben.

Die Figuren sind einem sofort sympathisch, man findet sich selbst wie Kate dabei wieder, dass man die Menschen von beiden Seiten sympathisch findet.
Leider ist Kate aber auch ein wenig zu naiv, was einiges dann doch etwas unglaubwürdiger erscheinen lässt. So einfach mag es in einigen Fällen nun doch nicht sein und auch ihre Qualitäten für die Aufgabe scheinen nicht die besten zu sein, im Normalfall wäre sie längst aufgeflogen. Der Leser hat eh schon einiges viel eher durchschaut, aber der weiß auch vom Titel her worum es eigentlich geht und kann sich denken wer die Selkies sind. 

Ich persönlich hätte mir auch noch ein wenig mehr von den Sagen um die Selkies gewünscht, und auch von der schottisch schönen Landschaft in der all das spielt. Doch das tut der ganzen Geschichte alles keinen Abbruch.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, das Buch habe ich aufgrund des sehr schönen Schreibstils und weil man sich so gut in die Personen hineinversetzen konnte binnen 1,5 Tagen verschlungen... Das Ende scheint abgeschlossen, aber es macht auch ein paar Andeutungen auf mehr.... Vielleicht kommt da ja noch was. Immerhin haben wir hier auch ein Erstlingswerk einer sehr jungen Autorin vor uns, das wirklich sehr gelungen ist und wir daher auf mehr hoffen können.

Ein Punkt Abzug für die kleinen Schwächen, die noch Platz noch oben lassen für hoffentlich weitere Werke.


Danke an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar 

[REZENSION] E.O.Chirovici "Das Buch der Spiegel"


E.O. Chirovici 
"Das Buch der Spiegel"
Verlag: Goldmann
Erscheinungsformen: 27. Februar 2017
Preis: 20,00 € (gebunden)
           15,99 € (eBook)

Der Literaturagent Peter Katz erhält eines Tges ein mysteriösen Manuskript. Der Autor Richard Flynn schickt ihm die ersten 70 Seiten seines Romans, einer Autobiographie in der es um die Ermordung des angesehenen Professors Joseph Wieder geht - und in deren Geschichte Flynn selber verwickelt war. Der Mord ist 20 Jahre her und wurde nie aufgeklärt. Hält Katz eine wahre Geschichte in den Händen, ist es vielleicht sogar ein Geständnis ? Katz fragt will den Rest des Manuskriptes Anfragen, doch Flynn ist bereits verstorben,... Also macht sich Katz mit Hilfe anderer die er engagiert und befragt auf die Suche nach dem Manuskript und den wahren Hintergründen des Mordes.

Die ersten Seiten des Buches nehmen den Leser genauso gefangen, wie Katz selber. Man will genauso erfahren wie das Manuskript weitergeht, was es damit auf sich hat. Wieso jetzt nach 20 Jahren ? Und enthält es die Wahrheit ?

Die Geschichte ist in drei Teile unterteilt. Im ersten Teil erfahren wir die Sicht von Peter Katz und wir bekommen die besagten 70 Seiten des Manuskriptes zu lesen, die plötzlich abbrechen. Im zweiten Teil wechseln wir die Perspektive und verfolgen einen Detektiv, der von Katz angeheuert wird um die Hintergründe zu erforschen und Personen aufzuspüren. Der dritte Teil wird schließlich vom Polizisten Freeman erzählt, der den Fall damals ermittelte. Alles in allem eine abgerundete Sache, da wir die einzelnen Personen kennenlernen, bevor sie die Erzählung übernehmen. Leider geht es dadurch auch nicht so sehr in die Tiefe.

Der Fall ist spannend aber auch zum Teil verwirrend. Es tauchen viele Namen auf, die man später erst einmal wieder zuordnen muss, werden doch auch viele kleinen Nebenfiguren befragt. Und jeder scheint eine andere Geschichte zu erzählen. Wer der Schuldige ist, mag man nicht ausmachen, alles scheint in eine Sackgasse zu führen. Die Wahrheit nach 20 Jahren herauszufinden scheint unmöglich. Kein Wunder, dass der Detektiv aufgeben will... Spätestens an diesem Punkt geht es aber auch dem Leser wohl ähnlich. Die Geschichte ist nicht unbedingt spannend genug um einen an der Leine zu halten. Doch der schreibstil ist gut und lässt sich schnell lesen, der Leser bleibt also so kurz vorm Ende (mit knapp 380 Seiten und großer Schrift hat man das Buch wirklich schnell gelesen) dabei und will nun auch erfahren wie es aufgelöst wird.

Das Ende schließlich ist nicht ganz befriedigend, es wirkt dann doch ein wenig zurechtgebogen und plötzlich haben wir einen Täter, während andere doch unschuldig sind obwohl doch alles eher anders scheint. Hinzu merken wir wieviel eigentlich noch weiterhin verborgen wurde - ob das Manuskript nun Wahrheiten enthielt erfahren wir nicht auch wenn es wieder auftaucht. Im Großen und Ganzen eine leider doch zu sehr zurechtgebastelte Geschichte, die ihre Spannung dadurch verliert, dass sie Zuviel verwirrt und alle Handlungen zurechtgebastelt wurden und gar unnötige Elemente enthielten. Am Ende fragt man sich dennoch was nun der ganz genaue Ablauf war.

Schade ich hatte mir trotz der guten Unterhaltung und aufgrund des anfangs doch etwas mehr Spannung von der Geschichte erhofft.


Vielen Dank an den Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar 

Montag, 17. April 2017

[REZENSION] Sarah J. Maas "Das Reich der sieben Höfe"


Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen (Band 1)
Verlag: dtv
Erscheinungstermin: 10. Februar 2017
Preis: 18,95€ (gebunden)

Feyre und ihre Familie, bestehend aus ihrem Vater und ihren beiden Schwestern, müssen um ihr tägliches Überleben selber kämpfen. Ihr Vater war ein Richter Kaufmann, doch durch einige Unglücke verlor er all sein Geld. Die Mutter ist schon früh gestorben, auch davon hat sich ihr Vater nie wieder richtig erholt. Während ihre Schwestern sich noch immer wie privilegierte Mädchen aufführen und kaum einen Finger krumm machen wollen, sondern noch immer auf Kleider und Schuhe bedacht sind, hat es Feyre ganz allein übernommen für die Familie zu sorgen, da ihr Vater es nicht mehr kann. Damit sie was zu essen haben, geht sie täglich auf die Jagd, verkauft die Felle im Ort... Doch eines Tages tötet sie einen riesigen Wolf - der sich allerdings als ein Fae herausstellt. Die Fae und die Menschen leben nahezu nahe aneinander, die beiden Reiche nur getrennt durch einen Wald, nie darf die Grenze überschritten werden, so das Abkommen,... Doch Feyre hat unwissentlich ein Leben genommen und muss nun ins Reich der Fae "ein Leben für ein Leben", dort gelangt sie an den Hof von Tamlin, und damit hinein in eine ihr unbekannte Welt...Maas erwartet sie dort?

Ich muss sagen dieses Buch war wirklich der Wahnsinn! 
Ich habe bereits einen Teil ihrer anderen beliebten Reihe "Throne of Glass" gelesen, doch die konnte mich nicht ganz so packen. Das Reich der soeben Höfe könnte mich allerdings begeistern.

Es fing zugegeben ein wenig zäh an, aber sobald Feyre sich im reich der Fae befand, wurde die ganze Geschichte einfach nur packend und lies mich nicht mehr los. Einen guten Teil dazu beigetragen haben natürlich auch die Szenen mit den Fae selber, die einen einfach nur einzunehmen wissen. Dienstzeit Art und weise und die Welt weiß einfach zu begeistern und nicht mehr los zu lassen.
Selbst Tage später sitzt man hier noch und wartet ungeduldig auf den nächsten Teil, weil man einfach nur weiterlesen muss (glücklicherweise erscheint Teil 2 im August).

Die Geschichte ist packend, hat immer wieder unvorhergesehe Elemente und Tamlin als Fae ist einfach nur ein faszinierender Mann, dessen Art einen einfach einnehmen muss... Doch auch einige andere Charaktere wissen einen zu fesseln und ich bin gespannt wie dies in dem nächsten band weitergehen wird... Ob man als Leser nicht auch noch einem weiteren Fae verfallen wird...

Ein wenig schade find ich allerdings, dass hier nicht die Originalcover verwendet wurden, die wirklich viel ausdrucksstarker sind. Dagegen wirken die deutschen Cover leider ein wenig mit Photoshop zusammengezimmert und sprechen weniger an. Aber das tut ja dem Inhalt keinen Abbruch.

Die Ähnlichkeiten zu Die Schöne und das Biest das die Autorin hier inspiriert hat, sind deutlich zu erkennen, allerdings nur in kleinen Nuancen und damit eine komplett eigene Geschichte, was wirklich gut ist.

Ich freue mich bereits wahnsinnig auf die nächsten Teile und erwarte noch einmal eine Steigerung die mich hoffentlich wieder genauso fesseln wird!


Danke an den dtv Verlag für dieses Rezensionsexemplar !

[REZENSION] Markus Heitz "Des Teufels Gebetbuch"


Markus Heitz
"Des Teufels Gebetbuch"
Verlag: Knaur
Erscheinungstermin: 01. März 2017
Preis: 16,99€ (broschiert)
           14,99€ (eBook)

Der ehemalige Kartenspiele Tadeus Boch arbeitet in einem Casino um gegen seine Sucht anzukämpfen. Eines Tages gerät er an einen reichen russischen  Milliardärssohn und erfährt von dem Spiel Superieur, das die Reichen aus Vergnügen und Langeweile spielen - mit einem tödlichen Nervenkitzel. Hinzu werden seltene Karten als Einsatz geboten... Tadeus gelangt durch Zufall an eines dieser Karten, eine mysteriöse Pik-Neun, die ihn fortan nicht mehr loslässt und in einen sog zu ziehen scheint das Kartenspiel vervollständigen zu müssen.

Markus Heitz ist mit diesem Roman wirklich wieder ein Geniestreich gelungen. Ich leibe seine Bücher und seine mysteriöse böse Note darin.
Auch beim Teufels Gebetbuch ist wieder ein ganz spezieller Thrill und Horror zwischen den einzelnen Seiten versteckt.

Besonders merkt man die viele Recherchearbeit heraus, die der Autor hier geleistet hat. Nicht nur historische Fakten werden gekonnt eingearbeitet, nein am Ende gibt es auch einen kleine Aufsatz als extra zur historischen Abhandlung und Werdegang des Kartenspieles. Sehr interessant zu erfahren, dass das Kartenspiel heute nicht ein einfaches Spiel war, sondern teils verboten und gar gekennzeichnet war, hängte Karten gespielt werden durften...

Sehr schön sind auch kleine Anspielungen mit Goethe noch als Studioso und dem Pudel mit dem mysteriösen Besitzer Dietrich, der "Teil von jener Kraft, die stets das böse will und stets das Gute schafft" in den historischen Zwischenspielen zwischen den Kapiteln. Sehr interessante Rückblenden und sehr gut gelungen, diese Einarbeitungen.
Allgemein bringen die Rückblenden eine gewisse mysteriöse Spannung in die Geschichte ein. Die Entstehung der teuflischen Karten, die schließlich teils in Tadeus Hände gelangen und zusammengesetzt verderben bringen werden...

Überhaupt weiß Markus Heitz ja oft seine Romane geschickt miteinander zu verknüpfen, fast schon erwartete ich einen Helden aus einem seiner anderen romane auftauchen zu sehen, doch irgendwie kam mir auch der Name Tadeus Boch sehr bekannt vor (ich muss nur kramen wo genau oder ob ich mich irre).

Zumindest ist die komplette Geschichte wahnsinnig spannend und unheimlich. Es ist ein versteckter Horror, mit gewohnt blutigen Szenen, die dieses Mal schon teils gewöhnungsbedürftig sind, wenn auch mal ein Kind hineingezogen wird. Es passiert permanent etwas, der Leser kommt kaum zum Atmen, so oft muss der Atem angehalten werden. Unerwartete Wendungen, böse Vorahnungen und geschickte Verknüpfungen, ohne das man am Ende etwas ahnt wie es kommt...

Wieder einmal ein wahnsinnig gutes Buch, das man einfach nur lesen muss.
Absolute Leseempfehlung von mir, das war einfach nur der Wahnsinn!


Danke an den Knaur-Verlag für dieses Rezensionsexemplar

[REZENSION] Stephanie Garber "Caraval"


Stephanie Garber
"Caraval"
Verlag: ivi
Erscheinungstermin: 20. März 2017
Preis: 14,99€ (broschiert)
           12,99€ (eBook)

Scarlett und ihre Schwester Donatelle träumen seit Jahren davon beim jährlichen Spektakel "Caraval" teilzunehmen. Seit sie klein ist, schreibt sie dem Erfinder des Spiels Briefe - ohne je eine Antwort zu erhalten... Jahre vergehen, Scarlett wird zu einer jungen Frau und von ihrem Vater einem Verlobten versprochen. Da schließlich kommt doch unerwartet eine Einladung zum Caraval vom Master Caraval persönlich. Das diesjährige Spektakel findet an ihrer Hochzeit statt - unmöglich daran teilzunehmen.
Doch ihr gewalttätiger Vater löst schließlich den endgültigen Wunsch einer Flucht aus. Ihre Schwester Donatella und ihre derzeitige Bekanntschaft "entführen" Scarlett kurzerhand und weg von der Insel Trisda zu Caraval... Von da an nehmen die Spiele ihrem Lauf. Scarlett muss am Spiel teilnehmen um ihre Schwester zu retten...

Caraval ist eine magische Geschichte, die einen schnell in den Bann zieht. Atemberaubende Orte, die vor dem Auge der Leser entstehen, skurrile Figuren, spannende Aufgaben und Rätsel und darüber hinaus das Ziel des Spieles in dem es gilt Donatella zu retten... Eine spannende Geschichte mitten in einer magisch mysteriösen Atmosphäre die sehr gelungen ist.

Ein ums andere mal erinnerte mich die Welt von Caraval aus einer Mischung aus der Winkelgasse von Harry Potter und dem Nachtzirkus von Erin Morgenstern, allerdings um eine komplett eigene Welt zu bilden. Diese Welt ist wirklich gelungen und man taucht gerne hinein.

Darüber hinaus weis die Geschichte auch spannend zu sein. Wo ist die entführte Schwester, was muss Scarlett alles tun um zu ihr zu gelangen, welche Aufgaben und magischen Hindernisse stehen ihr da im Wege ?
Wer verbirgt sich hinter Master Caraval ? Und wird ihr gewalttätiger Vater sie verfolgen ? Was ist mit ihrer Hochzeit mit dem Unbekannten Verlobten ? Und kann sie ihrem Begleiter wirklich trauen ?
Viele Fragen die es gilt gelöst zu werden, auf deren Wege sie viele ebenfalls mysteriösen Figuren begegnet, die genauso magisch zu sein scheinen wie der Ort selber, obwohl alles nur ein Spiel ist, scheint es doch nicht ganz ohne gefahren einher zu gehen, wenn selbst Spieler verschwinden oder vor Jahren sogar getötet werden.
Caraval ist noch magisch schöner als Scarlett es sich erhofft hatte - aber auch umso gefährlicher...

Caraval ist ein absolutes Lesemuss! Eine Geschichte die noch lange nachhält und verzaubert.
Ich hoffe die Autorin wird noch viele solche weitere Geschichten herausbringen. Dies ist ein Einzelband und ihr Erstlingswerk. Vollkommen gelungen, in mehreren Ländern zu recht sofort eingeschlagen. Wir dürfen also gespannt sein,...


Danke an den Ivi- Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

[REZENSION] Erin Watt "Paper Prince"



Erin Watt
"Paper Prince - Das Verlangen"
Verlag: Piper
Erscheinungstermin: 03. April 2017
Preis: 12,99€ (broschiert)
            9,99€ (eBook)

Paper Prince ist der zweite Teil von Erin Watts Paper-Trilogie und fängt dort an, wo der erste Teil endet. Nur dass wir jetzt gleich zu Anfang Reeds Sicht der Ereignisse aus dem Ende des ersten Bandes sehen. Jetzt wird dem Leser einiges klar und vor allem lernt man dadurch auch Reed besser kennen.

Da es sich hier um einen zweiten Teil handelt, nicht viel zum eigentlichen Inhalt um Spoiler zum ersten Teil zu vermeiden. Doch in diesem Teil steht klar die Beziehung zwischen Reed Hand Ella im Mittelpunkt, Ella ist nach ihrer Entdeckung nicht nur abgehauen, auch Reed muss mit einer schockierenden Nachricht zurecht kommen, die er nicht nur Ella sondern seiner ganzen Familie verbergen will... 

Letztendlich überschlagen sich so einige Ereignisse, das Gefüge zwischen den Brüdern gerät auseinander, es gibt familiengeheimnisse und zum Ende einen gewaltigen Knall.

Die Schwächen, die der erste Band noch hatte um ein Einstieg in das ganze zu bilden sind deutlich überwunden. Die gesamten Charaktere wirken nun um Umfängen sympathischer und weniger aufgesetzt, haben ihre Probleme, die zugegeben teils Klischees von reichen Kids entsprechen, aber auch echte Probleme, die die Geschichte interessant machen und mit denen man wirklich teils nicht gerechnet hätte.
Am Ende haben wir nicht nur einen gewaltigen Knall und Cliffhanger, sondern eine große Anzahl an ungelösten Problemen und handlungssträngen, die darauf warten im letzten Teil gelöst zu werden.

Viel viel besser als Teil 1, ich bin wahnsinnig gespannt auf all die Auflösungen im 3. Teil, der bereits nächsten Monat erscheinen wird. Jetzt kann ich die Begeisterung für diese Trilogie schon etwas mehr verstehen... Es lohnt sich wirklich weiterzulesen.
Dieser Teil hat mir wirklich gut gefallen.


[REZENSION] Erin Watt"Paper Princess"


Erin Watt
"Paper Princess - Die Versuchung"
Verlag: Piper 
Erscheinungstermin : 01. März 2017
Preis: 12,99€ (broschiert)
            9,99€ (eBook)

Ella hatte es bisher nicht leicht im Leben. Ihren Vater hatte sie nie kennengelernt, ihre Mutter schlägt sich als Stripperin durchs Leben um sich und ihre Tochter zu ernähren. Als diese allerdings schwer krank wird, tritt Ella in ihre Fusstapfen. Nach dem Todd ihrer Mütter ist sie schließlich auch sich allein gestellt - und in genau dieser Situation findet sie Callum Royal, der beste Freund ihres Vaters, der behauptet von nun an ihr Vormund zu sein. Er nimmt Ella mit zu sich nach Hause, in ein Leben voller Luxus. Ella ist skeptisch, bleibt aber aufgrund eines guten Angebotes von Callum - wären da nicht seine 5 Söhne, die ihr die Hölle heiß machen und die sie so gar nicht leiden können... Nur einer von ihnen Reece scheint sich nicht zwischen Anziehung und Abstoßung entscheiden zu können, genau wie Ella...

Erin Watts "Paper"-Reihe war im englischen Original Berta gefeiert, schön war es dann zu hören, dass diese ebenfalls ins deutsche übersetzt wurde und die einzelnen Teile auch noch schnell hintereinander folgen werden - genau so wünscht man es sich beim lesen von Reihen.

Die Geschichte an sich mag nichts Neues sein. Ein Mädchen, dass in einen reinen Männerhaushalt kommt und da auf viele gut aussehende Kerle trifft, die sie alle nicht leiden können - sie sich doch schließlich in einen von ihnen verliebt.
Auch die Aufteilung auf drei Teile und das Ende des ersten Teils passt in ein bestimmtes Schema. Man ahnte fasst dass es so enden wird.

Doch die Geschichte weiß dennoch gut zu unterhalten. Die Seiten fliegen dahin, auch wenn man das ein oder andere mal etwas skeptisch ist.
Die Abneigung der Jungs ist am Anfang doch recht aufgesetzt, Callum gibt Ella 10.000 Dollar für jeden Monat den sie bleibt (whaaaat ?!), welche Vormund würde das tun... Die Jungs selber sind schon ziemlich übel drauf was die sexbessesenheit oder das ausnutzen von Mädchen angeht, ja teils bedrängen sie selbst Ella ganz schön, die sich aber dennoch davon angezogen fühlt, obwohl sie in dem Moment mehr Angst hat...
Ja das sind die negativen Seiten der Geschichte... 
Doch später fängt die Geschichte aber auch an interessanter zu werden.
Es gibt Probleme und verborgene Geheimnisse, die es zu mitdenken gilt und auch die Jungs scheinen netter zu werden und ihre brüderliche Seite zu zeigen... Je mehr die Geschichte voran schreitet umso weniger aufgesetzt wirkt das Ganze und umso interessanter wird sie.

Als erster Teil einer Reihe hatte dieses Buch ein paar Schwächen, wusste aber mir zu gefallen, so dass ich gespannt bin, was die anderen Teile noch bringen werden,... Zum Glück muss man auf die einzelnen Teile nicht lang warten...


Danke an den Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar !

[REZENSION] Jennifer Estep "Karma Girl"


Jennifer Estep
"Karma Girl" (Bigtime 1)
Verlag: Piper
Erscheinungstermin: 03. April 2017
Preis: 12,99€ (broschiert)

Carmen Cole erlebt das schreckliche, was einer Braut an Harem Hochzeitstag passieren kann: Sie erwischt ihren Verlobten in flagranti mitbihrer besten Freundin beim Sex. Doch damit nicht genug... Ihr Verlobter ist der Superheld der Stadt und ihre beste Freundin auch noch seine Erzrivalin.
Carmen ist Reporterin bei der örtlichen Zeitung und rächt sich noch in derselben Nacht. Sie schießt ein Foto der beiden eng umschlungenen betrügerischen Superhelden und Schurkin und demaskiert sie noch öffentlich in einem Zeitungsartikel. Von nun an hat sie es sich zur Aufgabe gemacht alle unwissenden Familien, Freunde, Frauen davor zu bewahren so blind zu sein wie sie. Sie reist von Stadt zu Stadt von Zeitung zu Zeitung um Superhelden und Erzschurken zu enttarnen. Bis sie nach Bigtime kommt und ihre Demaskierung ordentlich schief läuft und sie beauftragt wird die besten Superhelden der Stadt allen voran ihren Anführer Striker zu enttarnen. Dabei gerät sie in die Fänge der Superschurken ... und obwohl sie eigentlich als Feind Nummer 1 für die Superhelden gelten sollte, hilft ihr Striker dennoch... und sie fragt sich ob sie ihn wirklich demaskieren soll...

Jennifer Esteps neue Reihe birgt absoluten Lesespass. Wir haben hier eine etwas erwachsenere Reihe, da sie neben den "Elemental Assins" doch hauptsächlich mit "Black Blade" und "Mythos Academy" Bücher im Jugendbuchbereich geschrieben hat. Ab und zu spürt man das vielleicht auch, es ist leichte aber amüsante Unterhaltung, die aber auch eine Spur Erotik beinhaltet und daher (immerhin wenige) explizite Szenen.
Mich hat die Geschichte vollkommen überrascht. Der Klappentext lässt auf eine superheldengeschichte zwar schließen, aber dennoch ist die Welt anders als ich mir vorgestellt habe, aber damit auch umso interessanter umgesetzt. In dieser Welt die in unserer spielt sind Superhelden und ihre Erzschurken ganz normal, jede Stadt hat ihre eigenen - die regelmäßig in epischen kämpfen gegeneinander antreten und teile der Stadt zertrümmern, oder aber Publicity suchen und Werbung betreiben oder ihr eigenes Merchandise verkaufen... Lustige Idee.

Carmen selber als Hauptfigur ist witzig und normal - abgesehen von den Superhelden die sie umgeben. Die Autorin spielt hier mit den typischen Klischees über die sie sich lustig macht, damit Carmen die Superhelden enttarnen kann... Oh ein Richter Milliardär der sich all das teuere Superheldenspielzeug leisten kann sowie das elastanoutfit, eine Brille als Tarnung ehrlich ? - und es funktioniert super für die Story, sehr amüsant.
Striker ist der typisch männliche anziehende Anführer des Superheldenteams von Bigtime, auch er erfüllt einige Klischees, aber dann wäre er ja auch nicht so mysteriös und sexy.

Die Story hat neben Humor vieles aufzuweisen, Spannung, Erotik und viel Unterhaltungscharakter. Man liest das Buch schnell durch und fühlt sich herrlich unterhalten.
Laut den Originaltiteln zu urteilen gibt es bereits mehrere Teile im englischen (5?) ich hoffe sehr dass auch die anderen bald übersetzt werden, denn sie haben wahnsinnig Spaß gemacht und ich würde gern mehr davon lesen.


Danke an den Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 12. April 2017

[REZENSION] Heather Cocks & Jessica Morgan "Mein Herz und deine Krone"


Heather Cocks & Jessica Morgan
"Mein Herz und deine Krone"
Verlag: blanvalet
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
           8,99 € (eBook)
Erscheinungstermin: 20. Februar 2017


Als Rebecca "Bex" als amerikanische Austauschstudentin ihr Jahr an der Oxford Uni absolviert, hätte sie sich nie vorstellen können dabei auf den englischen Thronfolger Nicholas zu treffen und zu verlieben. 
Es folgt eine Geschichte, wie man sie lesen möchte, eine Liebesgeschichte mit guten Seiten und den schlechten, nämlich der plötzliche Rummel, Paparazzi und der königlichen Familie. Denn Bex ist Amerikanerin und dadurch nicht gerade die gewünschte Schwiegertochter... 

Tatsächlich haben wir hier eine Geschichte, die viele erwartete Klischees erfüllt, wenn wir diese denn so nennen wollen...
Natürlich erwartet man hinter dem schön glänzenden Cover eine wahre Royale Liebesgeschichte, sonst würde man definitiv nicht danach greifen. Und hier findet der Leser endlich wieder eine, so wie man sie gerne lesen möchte. (Und nicht wie bei Royal Passion von Geneva Lee, auch wenn mir dieses Buch auch auf eine ganz andere Weise gefallen hat) Hier kommen wirklich die Romantikfans mit ihrer royalen Märchenwelt auf ihre Kosten.
Dabei zeigt es schön auch alle Seiten und Facetten, wenn auch die königliche Familie wie immer als die strenge und unangenehme dasteht, deren einzelne Familienmitglieder teils unsympathisch wirken, teils sympathisch wie der Bruder. Das fand ich ein wenig schade, dass hier immer dasselbe Bild aufgegriffen wird. Kann eine Schwiegertochter in royalen Kreisen in Büchern nie ehrlich aufgenommen werden?

Gut allerdings fand ich, dass die Geschichte über einen längeren Zeitraum spielt. Dadurch wirkt die Liebesgeschichte und alles drumrum realistischer und es geht nicht zu schnell oder bekommt irgendwelche Längen. Und das Buch hat wirklich 700 Seiten, die nicht langweilig werden, man fliegt regelrecht dadurch.
Schön, dass diese Geschichte nicht unnötig in einen Dreiteiler ausgeschlachtet wurde, sondern als Einzelband alleine steht. Sehr schön, endlich mal wieder.

Während des Lesens bekam ich dann über andere Plattformen mit, dass sich die Autorinnen beim schreiben an Prinz William und seiner Kate orientiert und inspirieren lassen haben. Wenn man darüber nachdenkt, mag man das an einigen Stellen merken, kennengelernt an einer Uni, der wilde und herzliche Prinzenbruder, der wirklich an Harry erinnern mag... usw.
Schade war allerdings ein wenig, wie sehr Rebecca doch immer mehr zum Partygirl mutiert ist,... Was sie da letztendlich mit ihrer Schwester so alles erlebt, ist manchmal nicht wirklich schön und ich bezweifle, dass das letztendlich die königliche Familie hätte gutheißen können... Zu dem Ende des Buches wäre es glaub ich im realen Leben nicht gekommen...

Aber im Großen und Ganzen eine schöne unterhaltsame Geschichte, die vorallem Fans von royalen Liebesgeschichten ganz Zusagen wird. 
Hat mir gut gefallen.


Danke an blanvalet für dieses Rezensionsexemplar.

[REZENSION] Dan Vyleta "Smoke"


Dan Vyleta
"Smoke"
Verlag: carl's books
Preis: 16,99 € (broschiert)
            9,99 € (eBook)
Erscheinungstermin: 13. März 2017


Stell dir eine Welt vor, in der jede Sünde sichtbar sein wird... Im London Ende des 19. Jahrhunderts ist es der Rauch, der aus jeder Pore deines Körpers dringt und jeden deine Spänen verrät. Egal ob kleine Lüge, Unaufrichtigkeit oder gar das richtig Böse und Mord. Je stärker das Vergehen, desto stärker der Rauch. 
Thomas und Charlie gehen zusammen auf eine private Jungenschule, sie sind beste Freunde, die eines Tages versuchen hinter ein großes Geheimnis z kommen, dass hinter all dem Rauch steht.... Dabei geraten sie in grosse Gefahr, aber verändern sich auch selber...

 Ein wahnsinnig interessante Idee, die der Auto hier aufgreift.
Das Setting im London des 19. Jahrhunderts ist passend. Die Straßen sind voll vom mysteriösen Rauch, die Menschen alle in irgendeiner weise Sünder. 
Nur wer rein ist raucht nicht, Kinder werden schon früh darauf gedrillt und geschult.
Es ist eine mysteriöse, leicht beklemmende, aber zugleich faszinierende Atmosphäre. Die Idee hat mir sehr gut gefallen, auch die Umsetzung ist gelungen. 
Man stelle sich vor, in solch einer Welt zu leben,... Beim lesen der Seite  ist man regelrecht drin, man meint fast den Rauch zu spüren.

Die Geschichte ist spannend, hat an einigen kleinen stellen vielleicht vereinzelte Längen, die aber schnell wieder durch die Atmosphöre wett gemacht werden.
Der Erzählstil ist dadurch auch etwas langsamer und tiefgründiger, zieht einen dadurch aber auch ins Geschehen hinein. Man fühlt sich bei der Schreibweise sogar ins 19. Jahrhundert zurückversetzt, ohne dabei altbacken zu wirken.

Die Charaktere sind sympathisch, man kann sich in sie hineinführen. Mal wird aus verschiedenen Perspektiven von Personen geschrieben, dann ändert auch mal die Perspektive vom Er/Sie- zum Ich-Erzähler. Sehr interessante Herangehensweise, die zur Geschichte passt.
Die Geschichte hat im Großen und ganzen meine Erwartungen erfüllt. Vorallem hinsichtlich des Rauchs und seiner Atmosphäre und Auswirkung auf die gesamte Geschichte. Das ist was ich mir erhofft hatte.
Der Verlauf der Geschichte war interessant und spannend, an einigen Stellen nicht das was ich erwartet hatte, was zum Teil positiv aber auch negativ war... vorallem hinsichtlich des Endes, was mir für die Charaktere irgendwie inkonsequent vorkam und mich verwunderte, dass der Autor die Geschichte hat so enden lassen... Daher auch mein Punktabzug, ich habe einfach nur an dieser Stelle etwas anderes erwartet und bin mit dem Ende nicht ganz zufrieden gewesen.

Ein atmosphärisch dichter Roman, spannend und mysteriös und etwas ganz Neues. Er hat vielleicht ein paar kleine Schwächen, aber ist sehr zu empfehlen, darüber hinaus bin ich auf die nächsten Werke des Autors gespannt, die hoffentlich noch folgen werden. Ein Autor und Buch, das man sich definitiv merkt.


Danke an carl's Books für dieses Rezensionsexemplar!