Donnerstag, 31. Mai 2012

[ ZUWACHS ] aus einem schon fast vergessenen Gewinnspiel

Ich hab wieder was gewonnen *strahl*
... und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich manchmal so viele Gewinnspiele mitmache, dass ich gar  nicht mehr weiß wo und auch dann nicht wann die auslaufen... so auch hier... umso größer die Überraschung heute von Carlsen Verlag.



Amy Efaw "Eine Tat wie diese"

Die 15-jährige Devon ist Musterschülerin, verantwortungsbewusst und ein großes Fußballtalent. Doch jetzt sitzt ausgerechnet sie in Untersuchungshaft, angeklagt des Mordversuchs, der Misshandlung und Aussetzung. Denn das Baby, das in einer Mülltonne hinter dem Haus gefunden wurde, ist ihr Kind. Und niemand glaubt Devon, dass sie von der Geburt völlig überrascht wurde und im Affekt gehandelt hat. Eine mühevolle Suche nach der Wahrheit beginnt. Und dabei steht nicht weniger auf dem Spiel, als Devons Zukunft ...


Vielen Dank an meine Glücksfee und den Carlsen-Verlag =)

Mittwoch, 30. Mai 2012

[ REZENSION ] Moritz Meschner "Resteklicken"

Es hat ein paar Tage länger gedauert, aber jetzt kommt meine Rezension von "Moritz Meschner's "Resteklicken", das ich als Vorabrezensionsexemplar erhalten habe. Diesmal habe ich es kurz vor Veröffentlichung erhalten - mittlerweile ist es auch schon seit einigen Tagen erschienen.
Das Buch trägt den Untertitel "Ein Facebook-Roman" und zieht nicht nur über das Leiden des Protagonsiten, sondern auch über Facebook her. Es gibt sicherlich einige, die sich darin wiedererkennen würden ;-)

Moritz Meschner
"Resteklicken - Ein Facebook-Roman"

Verlag : Ullstein
Preis : € 8,99

Erscheinungsdatum : 11.Mai 2012




Der Inhalt ist schnell erzählt : Moritz wurde von seiner Freundin Steffi verlassen und leidet !!! Und er lässt alle an seinem Schmerz teilhaben und verbringt somit seine Zeit seitdem überwiegend online bei Facebook, postet seinen Status und sei es noch so belangloses Zeug und versucht ständig nachzuschauen was sich auf Steffis Profil tut, doch letztlich hat sie ihn gesperrt... ein Drama ! Seine Kumpels versuchen ihn seit Monaten wieder auf die Beine zu bringen und so enden alle Tage entweder in einem Besäufnis oder einer Party mit Besäufnis... natürlich nicht ohne das auf Facebook zu posten und Reaktionen abzuwarten...
Dabei kommen absurde Nachrichten, Situationen und Erlebnisse bei raus ... aber Steffi hat er dadurch immer noch nicht wieder... doch dann kommt es zu einem Zwischenfall mit "Arschfotzengesicht", wie Moritz Steffis neuen ´Freund Silvio nennt und plötzlich tut es Steffi leid und würde sich gerne mit Moritz treffen... ist das seine große Chance ?

Der Autor befasst sich mit einem aktuellen Thema : ein großer Teil des Lebens scheint sich mittlerweile virtuell auf Facebook abzuspielen.
Und die Hauptfigur Moritz - vllt ein autobiographische Geschichte ? Denn der Autor heißt genau wie der Protagonist der Geschichte - ist regelrecht Facebooksüchtig. Sein ganzes Leben spielt sich online ab, er muss ständig seinen Status aktualisieren und wartet alle paar Minuten auf eine entsprechende Reaktion darauf... "Gefällt mir"-Klicks und Kommentare seine Facebook-"Freunde"... und wie wichtig es doch ist diese zu sammeln ! ... und mal ganz ehrlich, wer aus unserer heutigen Generation kennt das nicht - oder zumindest Teile davon. In einigen Punkten kann man sich sicherlich wiedererkennen (ich hoffe nur nicht ganz so dramatisch... ohje...)



Die ganze Geschichte hat mich sehr amüsiert. Es ist so typisch und einfach nur komisch. Die Aufmachung im Facebookstil ist gut gelungen und lässt das ganze sehr gut lesen und peppt das nochmal ein wenig auf. Allerdings hätte ich es schöner gefunden, wenn es bei den tatsächlichen Meldungen geblieben wäre anstatt auch noch ausgedachte Fantasien in den Stil zu machen... na gut, aber nicht schlimm.
Tatsächlich gibt es auch noch das Profil wirklich,ich war neugierig, bin der Idee gefolgt und wer es noch ist kann das nachschauen und findet einige Posts aus dem Buch dort wieder...

Das Cover finde ich hingegen nicht gelungen, im Buchladen hätte ich wohl nich unbedingt nach gegriffen.
Die Geschichte selber ist lustig und amüsant, was für zwischendurch, aber ohne viel Tiefgang oder Spannungsbogen... man sollte nicht zuviel von erwarten. Trotzdem hatte ich meinen Spaß mit dem Buch und ordne es mit guten drei Punkten ein.



Vielen Dank an das Vorablesen-Team und den Ullstein-Verlag zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars !

Freitag, 25. Mai 2012

[ ZUWACHS ] Vorabrezensionsexemplar, Bestellung und Harold Fry ist wieder da !

Auch wenn ich nicht ganz soviel zum lesen kommen, bin ich doch meiner Sucht erlegen... Nachschub wurde schonmal vorsorglich besorgt. Immerhin habe ich meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) ja die letzten Wochen auch artig abgebaut...

Also wurde es Zeit wieder aufzufüllen
folgende Schätzchen sind die letzten beiden Tage bei mir eingezogen :


Aus Zeitgründen zähl ich das diesmal einfach nur auf :

- Moritz Meschner "Resteklicken"
(Vorabrezensionsexemplar) ... Danke ans Vorablesenteam und den Ullsteinverlag =)


Dann bin ich die Tage schwach geworden und auf einige Bücher total heiß gewesen, dadurch kam folgende Amazonbestellung zustande :

-  Laura Brodie "Stimmen in der Nacht"

-  Laura Brodie "Ich weiss, du bist hier"

-  Aimee Carter "Das göttliche Mädchen"

-  Stefan aus dem Siepen "Das Seil"

-  Oliver Dierssen "Fledermausland"

-  Martin Miller "Die Elfen von New York"

-  Michaela Möller "Die emotionale Obdachlosigkeit männlicher Singles"

-  Heike Wanner "Der Tod des Traumprinzen"


Und zu guter letzt auch eine Überraschung : Kaum eine Woche nachdem ich die Wanderbuchaktion von Harold Fry mitgemacht habe, ist "

-  Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" von Rachel Joyce

wieder bei mir. Danke an den Fischerverlag für mein kostenloses Exemplar =)
Die Aktion hatte auch wirklich viel Spaß gemacht



Montag, 21. Mai 2012

[ BLABLUBB ] es ist ein wenig ruhig hier...

Hallo Ihr Lieben,

ich freu mich, dass immer mehr auf meinen Blog finden - vielen Dank dafür.
Momentan ist und wirds vielleicht die nächsten Wochen ein wenig stiller hier werden... mal sehen wie weit ich zum Lesen komme... bisher bin ich ja dennoch gut dabei und ich brauch auch immer noch was zum lesen abends um den Kopf frei zu bekommen... doch jetzt gehts richtig los...

Womit ? Erstens natürlich mit meiner Masterthesis bzw ich bin schon seit einiger Zeit damit im Gange, aber gegen Ende nächsten Monats ist Abgabe und da halt ich mich natürlich jetzt mehr ran, die Zeit drängt... und so siehts momentan eher bei mir aus :

Und da ich mich davon auch richtig austoben muss und da auch keine Bücher helfen, bin ich auch einige Wochenenden wieder unterwegs... Unterwegs zurück in die Zeit - ins Mittelalter.
Die Saison hat endlich wieder begonnen und so werd ich wie letztes Wochenende auch wieder unterwegs sein und einfach eintauchen und abschalten...



und dabei können mir diese Jungs einfach am meisten helfen ;-)


Natürlich lese ich noch, aber wundert euch nicht, wenn es vielleicht demnächst ein wenig länger mit einer Rezension dauern könnte ;-)

Liebe Grüße,
Cori

Mittwoch, 16. Mai 2012

[ REZENSION ] Rachel Joyce "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry"

Ich habe schon lange kein so wunderschönes und gleichzeitig so bewegendes Buch in den Händen gehalten...

"Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" ist ein ganz besonderes Buch und die Aktion des Wanderbuches, die der Verlag ins Leben gerufen hat, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Gerne wieder so eine Aktion !


Aber nun mehr zu dem Buch :

Rachel Joyce
"Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry"


Verlag : Krüger
Preis :    € 18,99

Erscheinungsdatum : 16.Mai 2012




Harold Fry erhält eines Tages einen Brief von seiner alten Kollegin Queenie an die er die letzten zwanzig Jahre nicht mehr gedacht hatte. Er ist verwundert und zutiefst traurig. Queenie hat Krebs im Endstadium und wird bald sterben und wollte sich von Harold verabschieden. Kurzerhand schreibt Harold einen kurzen Brief, den er zum Briefkasten bringen will, denn weiter kann er nichts tun... doch dann entschließt er sich einfach weiterzulaufen...
Er läuft weiter bis zu Queenie, einem südlichsten Zipfel in England startet er in Kingsbridge und läuft rund 1000 km bis ins schotthische Berwick upon Tweed, wo Queenie in einem Hospital liegt.

Unterwegs schreibt er Postkarten an seine Frau, an Queenie sie solle durchhalten, er sei unterwegs und trifft auf dem Weg viele Leute die an ihn glauben und ihm auch Mut machen... doch genauso gibt es dunkle Stunden und Zweifel.

Harold kämpft sich zu Fuß vorwärts, 87 Tage lang ist er unterwegs. Viel Zeit um sich über sein Leben und Vergangenheit Gedanken zu machen, aber auch sich selbst zu verändern.
Und sein Weg hält noch viele Überraschungen parat,...

Seine Frau Maureen ist derweil erstaunt zurückgeblieben und fühlt sich verlassen, doch auch sie fängt an sich genauso Gedanken zu machen...

Die Autorin hat eine Figur geschaffen, die mit unglaublich vielen Höhen und Tiefen versehen ist. Harold, der sich aufrafft etwas ungewöhnliches zu tun, ganz aus dem Herzen raus, wie er in einem Moment empfand
 und sich auf den langen beschwerlichen Weg macht. Unterwegs lernt sich anderen Menschen gegenüber zu öffnen, aber auch wieder zu sich selber und Maureen finden muss. Sich selbst wieder öffnen, da er sein Herz verschlossen hat.

Harold ist einen sofort sympathisch und man fühlt mit ihm mit. Natürlich ist das keine einfach Reise und immer wieder kommen ihm Zweifel, die so gut dargestellt sind, dass man sie alle nachvollziehen kann, und was auch natürlich ist bei solch einer langen Reise. Wir Queenie warten ? Wird sie es schaffen ? Mag man nicht glauben, dass es sie retten kann, auch wenn es unmöglich erscheint ?
Es gibt viele Hindernisse auf dem Weg und seinem Leben und nach und nach erfahren wir das ganze Ausmaß, ungeahnte Wendungen und Offenbarungen... und doch war alles einfach schlüssig. Und auch das Ende ist bewegend und einfach passend !

Eine unglaublich tief berührende Geschichte, die dem Leser noch lange nachdenken lässt und noch eine Weile in Erinnerung bleiben wird. Zu Tränen rührend (welch ein Buch schafft das schon) und schwer in Worte zu fassen, was man beim lesen empfindet. Für mich persönlich an die Erinnerungen geknüpft einen geliebten Menschen verloren zu haben. Man trauert und hofft mit Harold.
Dieses Buch vermittelt soviel, ob Hoffnung, Glaube, Liebe, Freundschaft und füreinander da sein.
Eins der besten und bewegensten Bücher seit langem.
Für mich jetzt schon ein Jahreshighlight !



... ja und wie sieht es aus mit der "Aufgabe" des Wanderbuches ? Ich hab natürlich die Spielregeln gefolgt so einiges an Gedanken und Anmerkungen im Buch zurückgelassen... und ebenfalls (das mach ich öfter mal) die für mich schönsten Textpassagen des Buches mit einem Fähnchen versehen.



Dies ist eins von vielen Büchern, die der Verlag in den Umlauf geschickt hat. Ich bin bei diesem Exemplar nach Nadine die Nummer 2 gewesen... also gibts schonmal zwei verschiedene Gedanken in diesem Buch verewigt....
Ich gebe das Buch nun weiter an eine liebe Freundin und hoffe dass sie auch soviel Freude bei dem Buch haben wird, aber auch sicherlich genauso ins Nachdenken kommt. Anschließend hat das Buch noch einen weiteren Empfänger... danach gibt es noch immer die Möglichkeit auch dabei zu sein.


Samstag, 12. Mai 2012

[ AKTION WANDERBUCH ] Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Der Fischerverlag hat eine wunderschöne Aktion ins Leben gerufen. Ein Wanderbuch geht auf Reise, so wie der Protagonist Harold Fry. Mit ihm gehen die Leser in "Die unwahrscheinliche Reise des Harold Fry" auf eine Reise verbunden mit vielen Gedanken und Gefühlen, die die Leser in diesem Buch ebenso niederschreiben sollen...
Eine schöne Idee, bei der ich gerne dabei sein wollte.



Die liebe Nadine von jucelesworld.blogspot.de hat das Buch vor mir gelesen und es dann auf Wanderschaft zu mir geschickt, anschließend werde ich es an eine Freundin weiterreichen und an Nadine zurückschicken, damit ihr Lebensgefährte es lesen kann... und anschließend ? Noch könnt auch ihr dabei sein...

Neugierig ? ... worum geht es ?

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Eigentlich wollte er nur zum Briefkasten. Dann geht er 1000 Kilometer zu Fuß.
Ein unvergesslicher Roman, der die ganze Welt erobert.


»Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben.«

Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.

Ein ganz außergewöhnlicher und tief berührender Roman – über Geheimnisse, besondere Momente und zufällige Begegnungen, die uns von Grund auf verändern. Über Tapferkeit und Betrug, Liebe und Loyalität und ein ganz unscheinbares Paar Segelschuhe.

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Klingt doch nach einem außergwöhnlichen und ergreifendem Buch oder ?
Erscheinen wird es übrigens erst am 16.Mai 2012, ich darf also nun schon vorablesen und vor euch reinschauen ;-P



Und das sind die Regeln der Wanderbuchaktion:


So wie Harold Fry im Buch England durchwandert, haben wir 100 Bücher auf eine Wanderung von Leser zu Leser geschickt - einen Monat vor der Veröffentlichung.
  1. Schreibe deine Gedanken oder Fragen beim Lesen mit einem Bleistift ins Buch, markiere deine Lieblingsstellen und wichtige Sätze am Rand. Kurz: Hinterlasse deine Spuren im Buch. Schön wäre es, wenn du dein kurzes persönliches Fazit auf der letzten Seite notierst und auf der ersten leeren Seite des Buches deinen Namen und eine kleine Widmung für den nächsten Leser schreibst. So wird das Buch von Leser zu Leser persönlicher.
  2. Wir würden uns freuen, wenn du das Buch, sobald du es ausgelesen hast, weiterwandern lassen würdest. Egal ob an eine gute Freundin, einen anderen Blogbesitzer oder deine Nachbarin. Schön wäre es, wenn das Buch alle zwei Wochen weitergereicht wird. Wenn du dein Buch weitergereicht hast und ein eigenes Exemplar für dein Bücherregal bekommen möchtest, musst du nur eine kurze Online-Rezension verfassen und uns den Link und deine Postanschrift an Rezensionen@HaroldFry.de schicken. Die Rezension kann überall veröffentlicht werden: auf einem Blog, auf deiner Facebookseite, auf Twitter oder einer Buchhandelsseite wie Amazon, Thalia oder buecher.de, in einer Buchcommunity, als Videorezension oder auf unserer Harold-Fry-Facebookseite.
  3. Nachdem du das Buch gelesen hast und es einer lieben Person weitergereicht hast, besuche uns hier auf Facebook. Auf dieser Fanseite fließen die Eindrücke aller Leser zusammen und auch du kannst deine Meinung zum Buch hinterlassen, Fragen beantworten, Rätsel lösen und mit anderen über die Geschichte diskutieren. Unter allen aktiven Facebookbesuchern verlosen wir regelmäßig Bestseller. Außerdem gibt es unter „Notizen“ eine Kontaktbörse. Hier kannst du bei Bedarf einen neuen Besitzer für das Buch finden.


Ich bin schon sehr gespannt und werde mich sofort ans lesen machen...

Freitag, 11. Mai 2012

[ REZENSION ] Andrea Bajani "Liebe und andere Versprechen"

Uff... ich gesteh es ist schwer die Gedanken und Gefühle zu diesem Buch zusammenzufassen und auszudrücken. Das Buch hat mich von der ersten Seite gefangen genommen. Nicht nur die Geschichte an sich, sondern auch der Schreibstil des Autors nehmen einen ein... und am Ende bleibt man ein wenig melancholisch zurück, hängt den Gedanken nach.

Hinter diesem Buch verbirgt sich kein Liebesroman, wie der Titel vermuten war, sondern ein anspruchsvoller Roman über Verlust eines Menschen.
Andrea Bajani
"Liebe und andere Versprechen"

Verlag : dtv
Preis : € 14,90

Erscheinungsdatum : April 2012


Der Inhalt des Buches ist scheinbar einfach zusammenzufassen, dahinter verbergen sich aber auch viele Gefühle und Botschaften.

Die Geschichte spielt in Italien. Pietro ist gerade von seiner Freundin Sara verlassen worden. Nach langer Zeit des Schmerzes eines unerfüllten Kinderwunsches und des Streites. Als er nach Hause kommt findet er auf dem Tisch eine Nachricht von Sara "Ruf deine Mutter an. Mario ist tot"... Mario ? steht die Frage im Raum, ein verdrängter Name mit verdrängten Erinnerungen die hervorspulen. Mario ist sein Großvater, den er kaum gesehen hat, die Beziehung zu ihm so widersprüchlich wie die seiner Mutter zu ihm. Ständig verschwiegen, doch auch mit ein paar schönen Momenten, die ebenso abrupt wieder abbrechen, wenn Marios Erinnerung hochkamen und er nicht mehr klar kam. Mario ist ein Kriegsveteran, kämpfte im 2. Weltkrieg in Russland und Lebzeiten verfolgten ihn die Erinnerungen und er brauchte Betreuung in einem Heim.
Nun ist Mario tot, vieles ungesagt und ungetan. Sowohl Pietro als auch seine Mutter verarbeiten dies auf ihre eigene Weise, dennoch gemeinsam. In ihrer alten Wohnung lernt Pietro Olmo kennen, der alte Mann ist ebenfalls voll mit seinen Erinnerungen an den Krieg in Russland. Pietro nimmt sich seiner an, wie er es eigentlich für seinen Großvater hätte tun wollen... seine Mutter umsorgt ihn auch und schließlich reist er sogar nach Russland...
Und Sara taucht auch wieder in seinem Leben auf, sie ist schwanger, doch nicht von ihm, die Frage der Schuld und ein stiller Vorwurf, dass es nicht an ihr lag nicht schwanger werden zu können, steht zwischen den beiden...

Ein höchst emotionaler Roman, den man sicherlich auch in einer bestimmten Stimmung am besten Lesen sollte.
Mir gefällt vorallem die bildhafte und unvergleichliche Schreibweise des Autors. Schafft er es doch aus einfachen Sätzen ein ganzes Bildfeuerwerk zu schaffen. Der Roman kommt somit auch komplett ohne direkte Rede aus, es stört gar nicht, im Gegenteil man taucht komplett ein in die Gefühlwelten der Menschen ohne sich von Worten ablenken zu lassen. Kommt es doch nicht ohne Rede aus, dann ist es in eine indirekte Rede formuliert.

Ab und zu mal überlegt man in welcher Zeit man sich nun eigentlich v´befindet. Gegenwart und Vergangenheit gehen fließend ineinander über. Die verschiedenen Gefühlswelten vereinen sich in den einzelnen Situationen. Die Geschichte scheint sich zu wiederholen, oder auch nicht, sondern sich diesmal zu verbessern...

Ein wunderbarer Roman über Verlust, kraft und Liebe, der einem melancholisch zurücklässt und zum Nachdenken anregt.

Mittwoch, 9. Mai 2012

[ REZENSION ] Matt Beynon Rees "Mozarts letzte Arie"

Lust auf einen musikalischen Krimi ? Wollt ihr eintauchen in die Welt der Musik und ins alte Wien ? Dann seid ihr bei dem Buch genau richtig.
Mozart ist tot... wurde er wirklich ermordet ? Seine Schwester "Nannerl" geht dem auf dem Grund und gerät dabei selber in Gefahr.

Matt Beynon Rees
"Mozarts letzte Arie"

Verlag : C.H.Beck
Preis : € 17,95

Erscheinungsdatum : 27.März 2012




Wolfgang Amadeus Mozart, das größte musikalische Genie, das die Welt je gesehen hat, eröffnete im Oktober 1791 seiner Frau, dass er vergiftet worden sei. Sechs Wochen später, erst 35 Jahre als, war er tot.

Die Wahrheit ! Die Wahrheit, wär sie auch Verbrechen !
(Die Zauberflöte, I. Akt, 17. Auftritt)
                                                                      [ Mozarts letzte Arie, Seite 9 ]

So steht es zu Beginn des Buches, und passender als eine historische Notiz und einem Zitat aus Mozarts Zauberflöte kann man den Roman kaum einleiten.

40 Jahre nach Mozarts Tod, auf ihrem Sterbebett, gibt Mozarts Schwester Nannerl seinem jüngesten Sohn Wolfgang ihr Reisejournal. In dem steht die ganze Wahrheit über Mozarts Tod, die sie herausfand als sie kurz nach seiner Beerdigung nach Wien reiste.
1791 erhielt sie die Nachricht von Mozarts Tod mit einer Notiz, dass ihr Bruder glaubte vergiftet worden zu sein und er nicht am Frieselfieber starb. Sie reist unverzüglich nach Wien, sechs Jahre hatten die Geschwister sich nich mehr gesehen, nachdem Nannerl mit einen Dorfbeamten verheiratet wurde und aufs Land zog. Die Musik begleitete sie weiterhin, doch wurde sie nie von ihrem vater so gefördert wie Wolfgang.
In Wien besucht sie Mozarts Witwe Constanze, die Frauen waren sich nie sonderlich nahe, verstehen sich aber durch Mozarts vermächtnis immer mehr. Und Nannerl glaubt immer mehr, dass ihr Bruder recht hatte, vergiftet worden zu sein. Zusammen mit einer Notiz über eine "Grotte" und den Aussagen verschiedener freunde Bestätigen sich die Ahnungen.
Mozart war Freimaurer, viele seiner Freunde seine Logenbrüder. Doch irgendwas scheinen sie zu verheimlichen. Sie wissen mehr über die "Grotte" und Vermutungen über Mozarts Ableben. Was haben die Freimaurer zu verbergen ? Hat einer von ihnen Mozart umgebracht ? Oder war es jemand vom Kaiser, der in den Freimaurern eine wachsende Bedrohung sieht ? Denn die Freimaurer und Wolfgang Amadeus Mozart stehen und träumten für Gleichheit - ähnlich der französischen Revolution... und solchen gedankengut kann gefärhlich sein.
Doch auch Nannerl begiebt sich auf dünnes Eis. Fragt sie doch viel nach und spricht offen aus was sie denkt. Doch wem kann sie trauen ? Und dann wird sie eines Nachts auch noch überfallen...

Der Autor hat einen musikalischen Krimi im wahrsten Sinne des Wortes geschaffen. Geschickt verbindet er Mozarts Musik mit der Handlung. Die Zauberflöte als Freimaurerisches Gedankengut, aber auch die einzelnen Szenen und Gedanken und Gefühle sind eng mit der Musik verwoben, dass es eine freude ist zu lesen, fast möchte man nebenbei der Musik lauschen um die Gefühle zu verstehen.
Auch verbindet der Autor geschickt historische Elemente mit Fiktion. EIniges hat sich tatsächlich so zugetragen und auch Mozart glaubte wirklich vergiftet worden zu sein - doch konnte man dies nie nachweisen... in diesem Roman bekommen wir eine fiktive Antwort. Der Autor erklärt im Anhang was Tatsache und Fiktion ist - das sollte man wirklich zu schluss lesen, damit man merkt wie unheimlich geschickt die ganze Geschichte eingefädelt ist.
Der Zeitgeist, die steifen und verschränkten Ansichten der höheren Schicht kommt auch wunderbar zur Geltung, dass man wirklich in die Zeit eintauchen kann. Die Schwester Nannerl ist unglaublich sympathisch beschrieben.

Eine absolute Leseempfehlung nicht nru für Krimi- und Musikliebhaber !

Donnerstag, 3. Mai 2012

[ REZENSION ] Simone Felice "Black Jesus"

"Nein, ich glaube die Plastikbombe hat meinem Kopf einen derartigen Schlag verpasst, dass ich schon eine Erscheinung hatte. Vielleicht war's ja der Schutzengel, den ich in diesem Moment gern an meiner Seite gehabt hätte"
"Vielleicht war's ja wirklich einer."
"Ein Engel ?"
"Warum nicht. Es gibt Selstameres zwischen Himmel und Erde"
(...) "Es gibt keine Engel im Irak"
                                                                             [ Black Jesus, S. 190 ]

Eine herzergreifende und unglaubliche ehrlich und direkte Geschichte um einen im Irak verwundeten und erblindeten Soldaten und eine Tänzerin, deren Träume und Leben zerstört wurden, die aber einander finden und versuchen ins Leben zurückzufinden.
Grandios !

Simone Felice
"Black Jesus"

Preis : € 14,99
Verlag : Heyne Hardcore

Erscheinungsdatum : 26. März 2012



Lionell White ist eine Marine, ein im Irak verwundeter Soldat, der nach Hause zurückgeschickt wird. Seine Kameraden gaben ihm den Spitznamen "Black Jesus", seitdem will er so genannt werden. Er ist blind, weil ihm im EInsatz eine Bombe traf und die Splitter sein Augenlicht zerstörten. Seine Kameraden sind tot. Und er hat überlebt und kämpft Tag und Nacht gegen die Erinnerungen an. Eindrücke, die sich ihm in die Netzhaut gebrannt haben. Er ist blind, aber er sieht noch immer die Schrecken.
Doch was er auch glaubt gesehen zu haben, bevor er sein Augenlicht verlor, ist eine Erscheinung einer Tänzerin. Daran klammert er sich fest.

Desiree ist eine Stripperin, nennt sich im Lokal Desire, aber sobald sie von ihrem Freund geschlagen und das Bein zertrümmert bekam, weil sie an einer der besten Ballettschulen des Landes vortanzen konnte, ist sie auf der Flucht und nennt sich Gloria. Ihr Leben ist ruiniert und sie ist gehetzt auf der Flucht, keine Ahnung wohin, nur weg von L.A. Aus Kindheitstagen hat sie einen Wunsch in sich, ein Freizeitpark, da will sie hin... doch den gibt es nicht mehr, dafür trifft sie auf Black Jesus... und sie ist die Tänzerin nach der er sucht.
Gemeinsam versuchen sie sich zu helfen in einer Welt, die nicht mehr ihre ist. In einer Welt aus der sie gestoßen wurden, einander Hilfe gebend, stützend.

"Komm her", sagt sie, zieht ihn an sich heran und schlingt ihre Arme um ihn, als sei er ein unterkühltes Kind. Ein Kind, das zittert. Ein Kind, das genau weiß, wie man tötet. Das nicht mal der schlechteste Schütze war. Und das in der Finsternis danach eine Millionen Tränen in sich hineinschluckt.                        [ S. 194 ]


Der Songwriter und Sänger Simone Felice hat mit diesem Debütroman eine grandiose Geschichte niedergeschrieben, die nicht nur ergreifend ist, sondern auch zum nachdenken anregt. Nachdenken über Schicksale und die Gesellschaft. Aber auch Hoffnung gibt.
Eine Liebesgeschichte zweier verlorener Seelen. Wobei dies nicht im Mittelpunkt steht, sondern im Hintergrund gerückt selbstverständlich entsteht, aber dennoch stimmig ist. Denn im Mittelpunkt stehen die Schicksale und die gegenseitige Unterstützung, in einer Welt in der du dann plötzlich allein gelassen wurdest und nicht mehr dazugehörst.

MIt gefällt der Erzählstil von Simone Felice. Ein Künstler der Worte, da kommt selbst wenn er einen Roman schreibt deutlich hervor, dass er sonst auch Songwriter ist.
Hart aber ehrlich lässt er uns so einen Blick in die Welt von Black Jesus werfen und lässt einen nachdenklich und ergriffen zurück.

EIn grandioser Roman und ich hoffe, dass noch mehr von Simone Felice folgen werden !
Absolute Leseempfehlung !




Mittwoch, 2. Mai 2012

[ REZENSION ] Kage Baker "Die Frauen von Nell Gwynnes`s"

Ich wollte mal zu einem Steampunkroman greifen und habe mir dazu mal dieses kleine Büchlein vom Feder-und-Schwert-Verlag ausgesucht. Die Story ist kurz, aber hat mir gut gefallen.
Ich glaub das wird nicht mein letztes Steampunk-Buch gewesen sein.

Kage Baker
"Die Frauen von Nell Gwynne`s"


Preis : € 9,95
Verlag: Feder und Schwert


Erscheinungstermin : Mai 2010


Die Story ist schnell erzählt, denn das kleine Büchlein besitzt gerade mal 160 Seiten, es ist vielmehr eine kleine Erzählung als ein Roman.

Lady Beatrice ist eine Tochter aus gutem, britischem Hause und als sie mit ihrem Vater einem britischen Soldaten ins ferne Indien und andere Länder reiste, passierte eine Tragödie. Ihr vater wurde ermordet, viele der anderen Soldaten auch. Lady Beatrix wurde verschleppt, vergewaltigt und somit entehrt. Als sie nach ihrem Überlebenskampf nach London zurückkehrt wird sie verstoßen. Sie arbeitet vortan als Hure, wird schließlich von Mrs Corvey gefunden und ins Haus Nell Gwynnes`s aufgenommen, das beste und exklusivste Bordell in Whitehall. Doch dahinter verbirgt sich auch die Schwesterorganisation zur Spekulativen Gesellschaft der Gentlemen. Als ein Mitglied dieser Gesellschaft auf einem Sondereinsatz vermisst wird, nehmen Lady Beatrice und ihre Schwestern den Auftrag zu spionieren, den Vermissten zu finden und London oder gar das Land zu retten...

Die Story ist schön, das Buch lies sich schnell lesen.
Allerdings darf man auf 160 Seiten nicht zuviel erwarten, da die Erzählung keinen Platz für mehr Hintergrund und Umschreibungen gibt. Mann hätte das ganze also ruhig noch ausführlicher ausbauen können. So haben wir schlichte Sätze und wenig Beschreibungen der Personen oder deren Gefühle und Vergangenheit.
Nichtsdestotrotz hat mir das Buch sehr gefallen, auch wenn es nicht lang in Gedächnis bleiben wird und auch die Idee von huren als Spione nicht neu ist. Das ganze im viktorianischen London als Steampunkerzählung zu setzen find ich aber schön und ist ein guter Einstieg in die Welt der Steampunkliteratur.

Der Feder und Schwert Verlag hat sich auch richtig Mühe gegeben das Buch schön aufzumachen. Das Cover ist richtig schön und auch innen führen sich verschnörkelte Elemente weiter auf und runden das Gesamtbild ab. Wunderschön.

Mir hat der Ausflug in die Steampunkwelt gefallen und ich werde sicherlich noch einige mehr davon lesen... Vielleicht hat ja jemand einen Vorschlag ?
Ansonsten möchte ich dieses Buch gerne im guten Mittelbereich einordnen.


Dienstag, 1. Mai 2012

[ REZENSION ] Christian Damerow "All Eye Cats"

Ich bin noch immer total verwirrt und weiß ehrlich gesagt nicht genau was ich zu diesem Buch schreiben soll...

Christian Damerow
"All Eye Cats"

Verlag:  Aavaa-Verlag
Preis :   € 11,95

Erscheinungsdatum : 29.Februar 2012


Die Handlung des Buches fällt mir schwer wiederzugeben. Das Buch ist in 10 Kapitel, einzelne Nächte unterteilt, in denen verschiedene Episoden des Lebens aus einer anderen Sichtweise erzählt werden. Und irgendwie überschneiden sich die Handlungen, Personen und Begegnungen in den einzelnen Kapiteln. Ein Geflecht wie im wirklichen Leben, Leute die man zufällig trifft, Handlungen die man tut oder erlebt...
Die Grundidee ist wirklich faszinierend und spannend, weshalb ich das Buch mir gekauft habe, als ich vor einigen Tagen zufällig darauf stieß. Doch das verwirrende war daran, dass ich beim lesen immer wieder auf den Sinn wartete... worauf läuft die ganze Geschichte hinaus, fragte ich mich immer wieder. Ich las weiter, denn ich wollte es wissen. Doch am Ende fühlte ich mich enttäuscht, ich seh den Sinn dahinter, die Aussage immer noch nicht wirklich... vllt kann sie mir ja jemand nennen, der das Buch kennt,...
Die ganzen Geschichten sind ein Geflecht aus verschiedenen Handlungen, vernetzt mit Träumen, Feuer und Drogen... ja vllt ist das ganze Buch wie ein Drogenrausch... verwirrend...

Das Cover ist schlicht und schön gestaltet, es gefällt mir gut. Aber dem Verlag selber geb ich einen Minuspunkt für die Aufmachung des Buches. Nach einmal lesen sieht das Buch schon etwas zerlesen aus. Der Coverdeckel biegt sich hoch, die dünne Schutzfolie gnibbelt sich ein wenig an den Rändern ab, die Seiten sind auch irgendwie wellig... und die Oberfläche sowieso anfällig für Kratzer, so dass es zwar eingeschweißt in Folie bei mir ankam, aber schon da Lagerkratzerspuren auf dem Cover an sich hatte... schade... sehr schade... für den Preis würde man sich mehr erhoffen,...

Doch das möchte ich nicht dem Buch selber anlasten. Die Idee an sich ist wirklich spannend, nur hat sie sich leider mir nicht wirklich eröffnen können, was ich schade finde. Ich kann mich daher auch nicht so genau entschließen, wie ich dieses Buch bewerten soll.
Durch den verwirrenden Erzählstil, aber dennoch gute Schreibweise des Autors, haben sich die knapp 200 Seiten länger hingezogen, als ich sonst lesen würde... aber nichtsdestotrotz ne gute Idee, nur für mich nicht befriedigend umgesetzt.

Ich entschließe mich für 3 Punkte... aufgrund der guten Idee und der Ausbaufähigkeit bzw gute Chancen wir einen jungen Autor. Nichtsdestotrotz würde ich ein weiteres Buch von ihm lesen wollen.