Sonntag, 23. April 2017

[REZENSION] Colleen Hoover "Nächstes Jahr am selben Tag"


Colleen Hoover
"Nächstes Jahr am selben Tag"
Verlag: dtv
Erscheinungstermin: 10. März 2017
Preis: 14,95 € (broschiert)
           11,99 € (ebook)

Ben und Fallon sind achtzehn als sie sich am 9.November in einer Bar in Los Angeles kennenlernen. Die beiden sind sich sofort sympathisch, es könnte viel mehr aus ihnen werden. Doch es ist auch derselbe Abend an dem Fallon nach New York zieht... Einer Lebenseinstellung folgend, beschließen die beiden sich in den kommenden Jahren immer am 9. November zu sehen, dazwischen keinen Kontakt zu haben... Um zu sehen was aus ihnen wird... und die Jahre halten so einiges für die beiden bereit...

Schon lange vor der deutschen Übersetzung, wurde dieses Buch im Original schon wahnsinnig gelobt... Daher wartete ich sehnsüchtig auf die deutsche Eracheinung, als bekannt wurde, dass es endlich auch übersetzt wurde.
Colleen Hoovers Romane sind bekannt für viel Herz und Gefühl - im Guten wie in schlechten - daher brauchte ich dann beim erhält des Buches doch noch ein bisschen, obwohl ich so wahnsinnig gespannt war, bis ich in der richtigen Stimmung für dieses Buch war.
Ich habe wirklich sehr großes davon erwartet - und dieses Buch hat mich wirklich gar nicht enttäuscht ! Es hat meine Erwartungen, die wirklich schon sehr hoch gesteckt waren noch übertroffen.
Ich glaube ich habe schon lange nicht mehr bei einem Bich so viel rotz und Wasser geheult. Sowohl aufgrund der glücklichen Momente im Buch, als auch der schlechten (wie gesagt bei Coollen Hoover erwartet man die), das Buch kann einen zerstören und gleichzeitig glücklich machen und einen dadurch gedanklich so schnell nicht wieder los lassen.

Die Inhaltsbeschreibung auf dem Klappentext ist sehr kurz und vage gehalten und auch ich habe absichtlich nichts weiter aufgeführt... Man muss sich wirklich von dieser Geschichte überraschen und hineinziehen lassen ohne groß irgendetwas zu kennen.

Vielleicht kommt einem unweigerlich "zwei an einem Tag" mit einem ähnlichen Konzept in den Kopf. Wer dieses Buch/Film möchte wird auch hier seine Freude haben - doch sei unbedingt gesagt, dass es hier aber auch komplett anders ist und man wirklich eine ganz andere Art von Geschichte vorfindet, die einen noch mehr mitnimmt (lustigerweise erwähnen die Charaktere im Buch auch die Parallelen zu ihrer Geschichte) - doch was sie alles erwartete wird, 5 Jahre sind eine lange Zeit kann man nicht erahnen und dabei wirkt es keineswegs aufgesetzt. Das pure reale Leben. Und das ist es, was einen so mitnimmt.

Ein wahnsinnig gutes Buch, das man einfach nur weiterempfehlen kann. Und das schon jetzt zu meinen Jahreshighlight zählt.
Einen so tollen Liebesroman hab ich schon lange nicht mehr gelesen. Ein Buch was einen komplett mitnimmt.
Selbst wenn man Colleen Hoovers Bücher kennt und liebt, wage ich zu behaupten, dass das einer ihrer besten Bücher ist.


Vielen Dank an den dtv Verlag für dieses Rezensionsexemplar 

[REZENSION] Antonia Neumayer "Selkie"


Antonia Neumayer
"Selkie"
Verlag: Heyne
Erscheinungstermin: 10. April 2017
Preis: 12,99€ (broschiert)
            9,99€ (eBook)

Kate ist siebzehn und lebt mit ihrem Vater und Bruder ihr ganzes Leben lang schon auf der kleinen Orkneyinseln im Norden Schottlands. Sie und ihr Bruder verdauen sich alles an. Ihr Vater ist leider dem Alkohol immer mehr verfallen, seit ihre Mutter die Familie verlassen hat.
Eines Tages stehen drei Männer plötzlich auf der Insel, in seltsamen Uniformen und wollen ihren Bruder Gabriel mitnehmen. Das ist das erste mal, dass er seiner Schwester nichts erzählt hat, auch sein Verhalten in letzter Zeit war seltsam, und obwohl er nicht erfreut zu sein scheint, geht er mit diesen Männern. 
Kate hat Angst um ihren Bruder und will ihm helfen, daher schleicht sie sich aufs Schiff nur um von einem anderen Fremden entdeckt zu werden und plötzlich mit ihm vom Schiff fliehen zu müssen, da auf sie geschossen wird...
... Kate ist fest entschlossen ihren Bruder zu retten.

Die Geschichte fängt auf den ersten Seiten vielleicht ein wenig holprig an, man merkt dass der Einstieg in die Geschichte ein wenig konstruiert ist, aber nach weniger 40 Seiten etwa hat sich das auch schon gelegt. Sobald sich Kate auf dem Schiff befindet und die Ereignisse ihren Lauf nehmen, fliegen die Seiten nur dahin. Das Buch scheint trotz seiner knapp über 500 Seiten keine Längen zu haben.

Die Figuren sind einem sofort sympathisch, man findet sich selbst wie Kate dabei wieder, dass man die Menschen von beiden Seiten sympathisch findet.
Leider ist Kate aber auch ein wenig zu naiv, was einiges dann doch etwas unglaubwürdiger erscheinen lässt. So einfach mag es in einigen Fällen nun doch nicht sein und auch ihre Qualitäten für die Aufgabe scheinen nicht die besten zu sein, im Normalfall wäre sie längst aufgeflogen. Der Leser hat eh schon einiges viel eher durchschaut, aber der weiß auch vom Titel her worum es eigentlich geht und kann sich denken wer die Selkies sind. 

Ich persönlich hätte mir auch noch ein wenig mehr von den Sagen um die Selkies gewünscht, und auch von der schottisch schönen Landschaft in der all das spielt. Doch das tut der ganzen Geschichte alles keinen Abbruch.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, das Buch habe ich aufgrund des sehr schönen Schreibstils und weil man sich so gut in die Personen hineinversetzen konnte binnen 1,5 Tagen verschlungen... Das Ende scheint abgeschlossen, aber es macht auch ein paar Andeutungen auf mehr.... Vielleicht kommt da ja noch was. Immerhin haben wir hier auch ein Erstlingswerk einer sehr jungen Autorin vor uns, das wirklich sehr gelungen ist und wir daher auf mehr hoffen können.

Ein Punkt Abzug für die kleinen Schwächen, die noch Platz noch oben lassen für hoffentlich weitere Werke.


Danke an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar 

[REZENSION] E.O.Chirovici "Das Buch der Spiegel"


E.O. Chirovici 
"Das Buch der Spiegel"
Verlag: Goldmann
Erscheinungsformen: 27. Februar 2017
Preis: 20,00 € (gebunden)
           15,99 € (eBook)

Der Literaturagent Peter Katz erhält eines Tges ein mysteriösen Manuskript. Der Autor Richard Flynn schickt ihm die ersten 70 Seiten seines Romans, einer Autobiographie in der es um die Ermordung des angesehenen Professors Joseph Wieder geht - und in deren Geschichte Flynn selber verwickelt war. Der Mord ist 20 Jahre her und wurde nie aufgeklärt. Hält Katz eine wahre Geschichte in den Händen, ist es vielleicht sogar ein Geständnis ? Katz fragt will den Rest des Manuskriptes Anfragen, doch Flynn ist bereits verstorben,... Also macht sich Katz mit Hilfe anderer die er engagiert und befragt auf die Suche nach dem Manuskript und den wahren Hintergründen des Mordes.

Die ersten Seiten des Buches nehmen den Leser genauso gefangen, wie Katz selber. Man will genauso erfahren wie das Manuskript weitergeht, was es damit auf sich hat. Wieso jetzt nach 20 Jahren ? Und enthält es die Wahrheit ?

Die Geschichte ist in drei Teile unterteilt. Im ersten Teil erfahren wir die Sicht von Peter Katz und wir bekommen die besagten 70 Seiten des Manuskriptes zu lesen, die plötzlich abbrechen. Im zweiten Teil wechseln wir die Perspektive und verfolgen einen Detektiv, der von Katz angeheuert wird um die Hintergründe zu erforschen und Personen aufzuspüren. Der dritte Teil wird schließlich vom Polizisten Freeman erzählt, der den Fall damals ermittelte. Alles in allem eine abgerundete Sache, da wir die einzelnen Personen kennenlernen, bevor sie die Erzählung übernehmen. Leider geht es dadurch auch nicht so sehr in die Tiefe.

Der Fall ist spannend aber auch zum Teil verwirrend. Es tauchen viele Namen auf, die man später erst einmal wieder zuordnen muss, werden doch auch viele kleinen Nebenfiguren befragt. Und jeder scheint eine andere Geschichte zu erzählen. Wer der Schuldige ist, mag man nicht ausmachen, alles scheint in eine Sackgasse zu führen. Die Wahrheit nach 20 Jahren herauszufinden scheint unmöglich. Kein Wunder, dass der Detektiv aufgeben will... Spätestens an diesem Punkt geht es aber auch dem Leser wohl ähnlich. Die Geschichte ist nicht unbedingt spannend genug um einen an der Leine zu halten. Doch der schreibstil ist gut und lässt sich schnell lesen, der Leser bleibt also so kurz vorm Ende (mit knapp 380 Seiten und großer Schrift hat man das Buch wirklich schnell gelesen) dabei und will nun auch erfahren wie es aufgelöst wird.

Das Ende schließlich ist nicht ganz befriedigend, es wirkt dann doch ein wenig zurechtgebogen und plötzlich haben wir einen Täter, während andere doch unschuldig sind obwohl doch alles eher anders scheint. Hinzu merken wir wieviel eigentlich noch weiterhin verborgen wurde - ob das Manuskript nun Wahrheiten enthielt erfahren wir nicht auch wenn es wieder auftaucht. Im Großen und Ganzen eine leider doch zu sehr zurechtgebastelte Geschichte, die ihre Spannung dadurch verliert, dass sie Zuviel verwirrt und alle Handlungen zurechtgebastelt wurden und gar unnötige Elemente enthielten. Am Ende fragt man sich dennoch was nun der ganz genaue Ablauf war.

Schade ich hatte mir trotz der guten Unterhaltung und aufgrund des anfangs doch etwas mehr Spannung von der Geschichte erhofft.


Vielen Dank an den Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar 

Montag, 17. April 2017

[REZENSION] Sarah J. Maas "Das Reich der sieben Höfe"


Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen (Band 1)
Verlag: dtv
Erscheinungstermin: 10. Februar 2017
Preis: 18,95€ (gebunden)

Feyre und ihre Familie, bestehend aus ihrem Vater und ihren beiden Schwestern, müssen um ihr tägliches Überleben selber kämpfen. Ihr Vater war ein Richter Kaufmann, doch durch einige Unglücke verlor er all sein Geld. Die Mutter ist schon früh gestorben, auch davon hat sich ihr Vater nie wieder richtig erholt. Während ihre Schwestern sich noch immer wie privilegierte Mädchen aufführen und kaum einen Finger krumm machen wollen, sondern noch immer auf Kleider und Schuhe bedacht sind, hat es Feyre ganz allein übernommen für die Familie zu sorgen, da ihr Vater es nicht mehr kann. Damit sie was zu essen haben, geht sie täglich auf die Jagd, verkauft die Felle im Ort... Doch eines Tages tötet sie einen riesigen Wolf - der sich allerdings als ein Fae herausstellt. Die Fae und die Menschen leben nahezu nahe aneinander, die beiden Reiche nur getrennt durch einen Wald, nie darf die Grenze überschritten werden, so das Abkommen,... Doch Feyre hat unwissentlich ein Leben genommen und muss nun ins Reich der Fae "ein Leben für ein Leben", dort gelangt sie an den Hof von Tamlin, und damit hinein in eine ihr unbekannte Welt...Maas erwartet sie dort?

Ich muss sagen dieses Buch war wirklich der Wahnsinn! 
Ich habe bereits einen Teil ihrer anderen beliebten Reihe "Throne of Glass" gelesen, doch die konnte mich nicht ganz so packen. Das Reich der soeben Höfe könnte mich allerdings begeistern.

Es fing zugegeben ein wenig zäh an, aber sobald Feyre sich im reich der Fae befand, wurde die ganze Geschichte einfach nur packend und lies mich nicht mehr los. Einen guten Teil dazu beigetragen haben natürlich auch die Szenen mit den Fae selber, die einen einfach nur einzunehmen wissen. Dienstzeit Art und weise und die Welt weiß einfach zu begeistern und nicht mehr los zu lassen.
Selbst Tage später sitzt man hier noch und wartet ungeduldig auf den nächsten Teil, weil man einfach nur weiterlesen muss (glücklicherweise erscheint Teil 2 im August).

Die Geschichte ist packend, hat immer wieder unvorhergesehe Elemente und Tamlin als Fae ist einfach nur ein faszinierender Mann, dessen Art einen einfach einnehmen muss... Doch auch einige andere Charaktere wissen einen zu fesseln und ich bin gespannt wie dies in dem nächsten band weitergehen wird... Ob man als Leser nicht auch noch einem weiteren Fae verfallen wird...

Ein wenig schade find ich allerdings, dass hier nicht die Originalcover verwendet wurden, die wirklich viel ausdrucksstarker sind. Dagegen wirken die deutschen Cover leider ein wenig mit Photoshop zusammengezimmert und sprechen weniger an. Aber das tut ja dem Inhalt keinen Abbruch.

Die Ähnlichkeiten zu Die Schöne und das Biest das die Autorin hier inspiriert hat, sind deutlich zu erkennen, allerdings nur in kleinen Nuancen und damit eine komplett eigene Geschichte, was wirklich gut ist.

Ich freue mich bereits wahnsinnig auf die nächsten Teile und erwarte noch einmal eine Steigerung die mich hoffentlich wieder genauso fesseln wird!


Danke an den dtv Verlag für dieses Rezensionsexemplar !

[REZENSION] Markus Heitz "Des Teufels Gebetbuch"


Markus Heitz
"Des Teufels Gebetbuch"
Verlag: Knaur
Erscheinungstermin: 01. März 2017
Preis: 16,99€ (broschiert)
           14,99€ (eBook)

Der ehemalige Kartenspiele Tadeus Boch arbeitet in einem Casino um gegen seine Sucht anzukämpfen. Eines Tages gerät er an einen reichen russischen  Milliardärssohn und erfährt von dem Spiel Superieur, das die Reichen aus Vergnügen und Langeweile spielen - mit einem tödlichen Nervenkitzel. Hinzu werden seltene Karten als Einsatz geboten... Tadeus gelangt durch Zufall an eines dieser Karten, eine mysteriöse Pik-Neun, die ihn fortan nicht mehr loslässt und in einen sog zu ziehen scheint das Kartenspiel vervollständigen zu müssen.

Markus Heitz ist mit diesem Roman wirklich wieder ein Geniestreich gelungen. Ich leibe seine Bücher und seine mysteriöse böse Note darin.
Auch beim Teufels Gebetbuch ist wieder ein ganz spezieller Thrill und Horror zwischen den einzelnen Seiten versteckt.

Besonders merkt man die viele Recherchearbeit heraus, die der Autor hier geleistet hat. Nicht nur historische Fakten werden gekonnt eingearbeitet, nein am Ende gibt es auch einen kleine Aufsatz als extra zur historischen Abhandlung und Werdegang des Kartenspieles. Sehr interessant zu erfahren, dass das Kartenspiel heute nicht ein einfaches Spiel war, sondern teils verboten und gar gekennzeichnet war, hängte Karten gespielt werden durften...

Sehr schön sind auch kleine Anspielungen mit Goethe noch als Studioso und dem Pudel mit dem mysteriösen Besitzer Dietrich, der "Teil von jener Kraft, die stets das böse will und stets das Gute schafft" in den historischen Zwischenspielen zwischen den Kapiteln. Sehr interessante Rückblenden und sehr gut gelungen, diese Einarbeitungen.
Allgemein bringen die Rückblenden eine gewisse mysteriöse Spannung in die Geschichte ein. Die Entstehung der teuflischen Karten, die schließlich teils in Tadeus Hände gelangen und zusammengesetzt verderben bringen werden...

Überhaupt weiß Markus Heitz ja oft seine Romane geschickt miteinander zu verknüpfen, fast schon erwartete ich einen Helden aus einem seiner anderen romane auftauchen zu sehen, doch irgendwie kam mir auch der Name Tadeus Boch sehr bekannt vor (ich muss nur kramen wo genau oder ob ich mich irre).

Zumindest ist die komplette Geschichte wahnsinnig spannend und unheimlich. Es ist ein versteckter Horror, mit gewohnt blutigen Szenen, die dieses Mal schon teils gewöhnungsbedürftig sind, wenn auch mal ein Kind hineingezogen wird. Es passiert permanent etwas, der Leser kommt kaum zum Atmen, so oft muss der Atem angehalten werden. Unerwartete Wendungen, böse Vorahnungen und geschickte Verknüpfungen, ohne das man am Ende etwas ahnt wie es kommt...

Wieder einmal ein wahnsinnig gutes Buch, das man einfach nur lesen muss.
Absolute Leseempfehlung von mir, das war einfach nur der Wahnsinn!


Danke an den Knaur-Verlag für dieses Rezensionsexemplar

[REZENSION] Stephanie Garber "Caraval"


Stephanie Garber
"Caraval"
Verlag: ivi
Erscheinungstermin: 20. März 2017
Preis: 14,99€ (broschiert)
           12,99€ (eBook)

Scarlett und ihre Schwester Donatelle träumen seit Jahren davon beim jährlichen Spektakel "Caraval" teilzunehmen. Seit sie klein ist, schreibt sie dem Erfinder des Spiels Briefe - ohne je eine Antwort zu erhalten... Jahre vergehen, Scarlett wird zu einer jungen Frau und von ihrem Vater einem Verlobten versprochen. Da schließlich kommt doch unerwartet eine Einladung zum Caraval vom Master Caraval persönlich. Das diesjährige Spektakel findet an ihrer Hochzeit statt - unmöglich daran teilzunehmen.
Doch ihr gewalttätiger Vater löst schließlich den endgültigen Wunsch einer Flucht aus. Ihre Schwester Donatella und ihre derzeitige Bekanntschaft "entführen" Scarlett kurzerhand und weg von der Insel Trisda zu Caraval... Von da an nehmen die Spiele ihrem Lauf. Scarlett muss am Spiel teilnehmen um ihre Schwester zu retten...

Caraval ist eine magische Geschichte, die einen schnell in den Bann zieht. Atemberaubende Orte, die vor dem Auge der Leser entstehen, skurrile Figuren, spannende Aufgaben und Rätsel und darüber hinaus das Ziel des Spieles in dem es gilt Donatella zu retten... Eine spannende Geschichte mitten in einer magisch mysteriösen Atmosphäre die sehr gelungen ist.

Ein ums andere mal erinnerte mich die Welt von Caraval aus einer Mischung aus der Winkelgasse von Harry Potter und dem Nachtzirkus von Erin Morgenstern, allerdings um eine komplett eigene Welt zu bilden. Diese Welt ist wirklich gelungen und man taucht gerne hinein.

Darüber hinaus weis die Geschichte auch spannend zu sein. Wo ist die entführte Schwester, was muss Scarlett alles tun um zu ihr zu gelangen, welche Aufgaben und magischen Hindernisse stehen ihr da im Wege ?
Wer verbirgt sich hinter Master Caraval ? Und wird ihr gewalttätiger Vater sie verfolgen ? Was ist mit ihrer Hochzeit mit dem Unbekannten Verlobten ? Und kann sie ihrem Begleiter wirklich trauen ?
Viele Fragen die es gilt gelöst zu werden, auf deren Wege sie viele ebenfalls mysteriösen Figuren begegnet, die genauso magisch zu sein scheinen wie der Ort selber, obwohl alles nur ein Spiel ist, scheint es doch nicht ganz ohne gefahren einher zu gehen, wenn selbst Spieler verschwinden oder vor Jahren sogar getötet werden.
Caraval ist noch magisch schöner als Scarlett es sich erhofft hatte - aber auch umso gefährlicher...

Caraval ist ein absolutes Lesemuss! Eine Geschichte die noch lange nachhält und verzaubert.
Ich hoffe die Autorin wird noch viele solche weitere Geschichten herausbringen. Dies ist ein Einzelband und ihr Erstlingswerk. Vollkommen gelungen, in mehreren Ländern zu recht sofort eingeschlagen. Wir dürfen also gespannt sein,...


Danke an den Ivi- Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

[REZENSION] Erin Watt "Paper Prince"



Erin Watt
"Paper Prince - Das Verlangen"
Verlag: Piper
Erscheinungstermin: 03. April 2017
Preis: 12,99€ (broschiert)
            9,99€ (eBook)

Paper Prince ist der zweite Teil von Erin Watts Paper-Trilogie und fängt dort an, wo der erste Teil endet. Nur dass wir jetzt gleich zu Anfang Reeds Sicht der Ereignisse aus dem Ende des ersten Bandes sehen. Jetzt wird dem Leser einiges klar und vor allem lernt man dadurch auch Reed besser kennen.

Da es sich hier um einen zweiten Teil handelt, nicht viel zum eigentlichen Inhalt um Spoiler zum ersten Teil zu vermeiden. Doch in diesem Teil steht klar die Beziehung zwischen Reed Hand Ella im Mittelpunkt, Ella ist nach ihrer Entdeckung nicht nur abgehauen, auch Reed muss mit einer schockierenden Nachricht zurecht kommen, die er nicht nur Ella sondern seiner ganzen Familie verbergen will... 

Letztendlich überschlagen sich so einige Ereignisse, das Gefüge zwischen den Brüdern gerät auseinander, es gibt familiengeheimnisse und zum Ende einen gewaltigen Knall.

Die Schwächen, die der erste Band noch hatte um ein Einstieg in das ganze zu bilden sind deutlich überwunden. Die gesamten Charaktere wirken nun um Umfängen sympathischer und weniger aufgesetzt, haben ihre Probleme, die zugegeben teils Klischees von reichen Kids entsprechen, aber auch echte Probleme, die die Geschichte interessant machen und mit denen man wirklich teils nicht gerechnet hätte.
Am Ende haben wir nicht nur einen gewaltigen Knall und Cliffhanger, sondern eine große Anzahl an ungelösten Problemen und handlungssträngen, die darauf warten im letzten Teil gelöst zu werden.

Viel viel besser als Teil 1, ich bin wahnsinnig gespannt auf all die Auflösungen im 3. Teil, der bereits nächsten Monat erscheinen wird. Jetzt kann ich die Begeisterung für diese Trilogie schon etwas mehr verstehen... Es lohnt sich wirklich weiterzulesen.
Dieser Teil hat mir wirklich gut gefallen.